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US-Präsident Obama
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US-Präsident Obama

Dow Jones

Obama-Statement enttäuscht Wall Street

Die Börsianer an der Wall Street sind von Aussagen des US-Präsidenten Obama zur Stimulierung der Wirtschaft enttäuscht. Das lässt den Dow Jones klar im Minus schließen.

Nach enttäuschenden Aussagen von US-Präsident Obama zur Stimulierung der Wirtschaft hat der Dow Jones am Montag klar im Minus geschlossen. Angesichts wachsender Sorge über den Aufschwung in den USA will Obama zwar zusätzliche Schritte zur Stützung der trägen Konjunktur einleiten.

Allerdings habe der Präsident mit seiner Ankündigung nicht die Sorgen der Anleger gemildert, dass die Vereinigten Staaten erneut in eine Rezession abgleiten können, sagten Händler. Der Präsident habe nicht konkret genug dargelegt, wie er die Konjunktur stützen wolle.

Andere Marktteilnehmer betonten, dass sich die Anleger vor der Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten wie dem großen Arbeitsmarktbericht am Freitag zurückgehalten hätten. Mit Blick auf die Einzelwerte hätten Übernahmepläne auch weiter im Fokus des Interesses gestanden.

Der Dow Jones sackte um 1,39 Prozent auf 10.009,73 Punkten ab und stoppte damit nur knapp über der Marke von 10.000 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 1,47 Prozent auf 1048,92 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq büßte der Composite-Index 1,56 Prozent auf 2119,97 Punkte ein. Der Nasdaq-100-Index verbuchte einen Abschlag von 1,09 Prozent auf 1772,07 Punkte.

Aktien von Intel sanken als einer der schwächsten Werte im Dow um 2,23 Prozent auf 17,96 Dollar. Der deutsche Chiphersteller Infineon verkauft seine Handysparte für 1,4 Milliarden Dollar wie erwartet an den Technologiekonzern. Schon seit Monaten war über den Verkauf spekuliert worden, Intel galt als möglicher Käufer. Die mittlerweile profitable Handysparte machte 2009 immerhin ein Drittel des Jahresumsatzes von Infineon aus. Dessen Titel büßten in Frankfurt 3,69 Prozent ein.

Finanzwerte wurden angesichts der trüben Konjunkturaussichten ebenfalls gemieden. So fielen Bank of America um 2,53 Prozent auf 12,32 Dollar und American Express um 2,49 Prozent auf 39,89 Dollar. Verluste hinnehmen musste auch der berühmte Investor Warren Buffet, der an diesem Montag 80 Jahre alt wurde. Aktien seiner Anlagegesellschaft Berkshire Hathaway fielen um 1,12 Prozent auf 77,90 Dollar. Die wegen ihres guten Riechers «Orakel von Omaha» genannte Investmentlegende wird diesen Kursrückgang jedoch leicht verschmerzen können: Buffetts Vermögen wird auf rund 47 Milliarden Dollar (36,8 Milliarden Euro) geschätzt. Nur der mexikanische Telekom-Tycoon Carlos Slim und Microsoft-Mitgründer Bill Gates haben nach der Forbes-Liste der Superreichen noch mehr Geld auf der hohen Kante.

Hewlett-Packard-Papiere waren die einzigen Gewinner im Dow-Jones-Index - der Kurs stieg um 1,47 Prozent auf 38,56 Dollar. Der weltgrößte Computerbauer kauft für bis zu zehn Milliarden Dollar eigene Aktien zurück. In der Vorwoche bereits hatte der Konzern wegen des Wettbietens mit Dell um den bislang nahezu unbekannten Speicherspezialisten 3Par für Gesprächsstoff gesorgt.

Die Anteilsscheine von Genzyme gewannen 3,39 Prozent auf 69,91 Dollar. Das Biotechnologie-Unternehmen bekräftigte seine Ablehnung der Übernahmeofferte von Sanofi-Aventis. Papiere des französischen Pharmakonzerns legten in Paris um 0,66 Prozent zu.

Der Mischkonzern 3M baut sein Geschäft mit der Sicherheitstechnik aus. Zum Gesamtpreis von 943 Millionen Dollar übernimmt das Unternehmen die US-amerikanische Cogent, einen Spezialisten für biometrische Scanner. Das Cogent-Management willigte in die Übernahme ein, nun sind die Aktionäre am Zug. Ihnen bietet 3M 10,50 Dollar je Aktie. Das ist ein relativ geringer Aufschlag zum Schlusskurs vom Freitag bei 8,91 Dollar. Aktien von Cogent sprangen um 24,40 Prozent auf zuletzt 11,09 Dollar deutlich über den Angebotspreis, während 3M- Titel 1,67 Prozent an Wert einbüßten und bei 79,65 Dollar schlossen.

Angesichts der enttäuschenden Rede von Präsident Barack Obama gab der Eurokurs zum US-Dollar nach. Zuletzt wurden 1,2664 Dollar bezahlt. Die richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihe stieg wegen der Verluste am Aktienmarkt um 1 Punkt auf 100 26/32 Punkte. Sie rentierte mit 2,531 Prozent. (dpa)

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