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2013 soll ein gutes Börsenjahr werden: Dax-Kurve in Frankfurt am ersten Handelstag 2013.

Börsenwoche

Die Nöte der Anleger

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Mit dem Abebben der Euro-Krise rückt die Konjunktur in den Fokus der Börsen. Die Hoffnungen sind groß, dass sich die Lage etwas aufhellt. 2013 könnte ein gutes Aktienjahr werden. Der Grund: Es gibt kaum Alternativen für Anleger.

Mit dem Abebben der Euro-Krise rückt die Konjunktur in den Fokus der Börsen. Die Hoffnungen sind groß, dass sich die Lage etwas aufhellt. 2013 könnte ein gutes Aktienjahr werden. Der Grund: Es gibt kaum Alternativen für Anleger.

Das Hängen und Würgen um die Fiskalklippe in den USA ist zwar nicht vorüber, aber immerhin verschoben. Durch die vorläufige Einigung im Haushaltsstreit konnten automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen vermieden werden, die die USA voraussichtlich in die Rezession gestürzt hätten. Das ließ die Börse in der vergangenen Woche anziehen.

Mit dem Abebben der Euro-Krise rückt die Politik aus dem Fokus und die Konjunktur ins Blickfeld. Sie bestimmt den allgemeinen Trend an den Märkten. Die neue Woche bietet hier einen Rückblick: Am Mittwoch kommen die Zahlen für die deutsche Industrieproduktion im November. Auch wenn sich die Werte etwas erholen sollten, steht doch fest: Das vierte Quartal war schwach, die Produktion ist zurückgegangen, und das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist gesunken. Insoweit keine Überraschungen.

ESI-Geschäftsklimaindex am Dienstag

Doch sind die Hoffnungen groß, dass sich die Lage etwas aufhellt. Hinweise darauf könnten am Dienstag der ESI-Geschäftsklimaindex für Europa wie auch der Auftragseingang der deutschen Industrie bieten. Mehr als eine Stabilisierung dürfte jedoch nicht drin sein.

Trotz flauer Konjunktur wird die Europäische Zentralbank am Donnerstag wohl keine Zinssenkung beschließen. Zwar zeigten sich die Zentralbanker zuletzt pessimistisch bezüglich der Konjunktur. Sie betonen aber gleichzeitig, dass nicht das Leitzinsniveau das Problem sei, sondern die Tatsache, dass die niedrigen Zinsen nicht dort ankämen, wo sie gebraucht werden, nämlich in den Krisenstaaten.

Start der nächsten Bilanzsaison

Für Dienstag hat der US-Aluminiumriese Alcoa seine Zahlen für das vierte Quartal angekündigt, damit startet die nächste Bilanzsaison. Von den Unternehmensgewinnen 2013 wird zwar nicht viel erwartet. Dennoch glauben Analysten daran, dass sich Aktien im laufenden Jahr gut schlagen werden. Grund: Es gibt keine Alternativen.

Mit Anleihen kann man angesichts der niedrigen Zinsen sein Vermögen real nicht erhalten. „Anlagenotstand hat das Zeug zum Wort des Jahres 2013“, heißt es von den Ökonomen des Bankhauses M.M. Warburg. Auf der Suche nach mehr Rendite dürften die Anleger höhere Risiken eingehen, sprich: Aktien kaufen. „Die Notenbanken zwingen viele Anleger quasi dazu, den Sicherheitsaspekt ihrer Geldanlage zu überdenken“, so M.M. Warburg.

DAX-Kamera von der Börse Frankfurt

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