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Kämpfte für Clinton, aber Trumps Sieg bescherte ihm großen Gewinn: Milliardär Warren Buffett.
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Kämpfte für Clinton, aber Trumps Sieg bescherte ihm großen Gewinn: Milliardär Warren Buffett.

Finanzen

Noch reicher dank Trump

  • VonStephan Kaufmann
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Die Superreichen profitieren vom Ergebnis der US-Wahl. Die Börsenrallye nach Trumps Erfolg beschert den Vermögenden weitere Milliarden.

Die wachsende Ungleichheit gilt als einer der Gründe für den Erfolg von Politikern, die gegen das Establishment mobil machen. Auch der Sieg des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump verdankte sich wesentlich den Stimmen jener, die sozial abgestiegen sind oder sich davor fürchten. Die Elite Amerikas dagegen stand relativ geschlossen gegen Trump. Bislang jedoch haben die Superreichen von der Wahl des Milliardärs profitiert: Trumps Pläne haben sie noch reicher gemacht.

Trump hat versprochen, die Steuern zu senken, insbesondere für Unternehmen. Zudem will er viel Geld in den Ausbau der Infrastruktur stecken. Dies wird voraussichtlich die Schulden der USA wachsen lassen – aber auch das Wirtschaftswachstum stärken. Auf diesen Wachstumsschub spekulieren bereits die Finanzmärkte. Die Trump-Hausse hat den Aktienindex Dow Jones dieses Jahr um mehr als zehn Prozent auf neue Rekordhochs steigen lassen.

Dass die Konjunktur in den USA 2017 wohl stärker zulegen wird, ist schon seit einigen Monaten klar. Sollte es so kommen, wäre dies insofern nicht allein das Verdienst des neuen Präsidenten. Dennoch verleihen Trumps Pläne dem Wachstum zusätzlichen Schwung, schließlich pumpt er zusätzliche Milliarden in die Wirtschaft. Daneben hat er angekündigt, per Deregulierung den Unternehmen ihr Geschäft zu erleichtern, sprich: profitabler zu machen.

Ob der Aufschwung kommt, ist noch nicht klar. Klar ist aber schon, dass die sehr Wohlhabenden vom Börsenaufschwung profitieren. Laut Finanzagentur Bloomberg wuchs das Vermögen der reichsten Personen der Welt im vergangenen Jahr um 237 Milliarden auf etwa 4,4 Billionen Dollar. Die größten Zugewinne fuhren die US-amerikanischen Milliardäre ein. Allein die Jahresend-Börsenrallye im Zuge des Trump-Wahlsieges bescherte ihnen zusätzliche 77 Milliarden Dollar.

Den größten Sprung schaffte im vergangenen Jahr der US-Investor Warren Buffett, der 2016 laut Bloomberg knapp zwölf Milliarden Dollar reicher wurde. Der Aktienkurs seiner Firma Berkshire Hathaway legte im vergangenen Jahr 22 Prozent zu, seit der Wahl Trumps allein um 15 Prozent. Buffett ist nun wieder der zweitreichste Mann der Welt mit einem Vermögen von 74 Milliarden Dollar. Im Wahlkampf hatte Buffett die Trump-Konkurrentin Hillary Clinton unterstützt und hat zugesagt, einen Großteil seines Vermögens zu spenden.

An der Spitze der globalen Geld-Elite steht weiter Microsoft-Mitbegründer Bill Gates, der laut Bloomberg 91,5 Milliarden Dollar sein eigen nennt – etwa zehn Milliarden mehr als noch vor einem Jahr. Mehr als acht Milliarden Dollar gewann laut Bloomberg-Berechnungen der US-Ölmagnat Harold Hamm, Chef von Continental Resources, dessen Aktie seit Januar um 125 Prozent zugelegt hat. Gründe hierfür waren zum einen der steigende Ölpreis, zum anderen hat Trump angekündigt, die Energiebranche zu deregulieren und Umweltschutzgesetze abzuschwächen.

Gut lief das Jahr auch für Jeff Bezos, Gründer von Amazon. Die Aktie des Online-Händlers verteuerte sich 2016 um elf Prozent, Bezos Vermögen wuchs um 7,5 Milliarden Dollar. Bereits 2015 hatte Bezos sein Vermögen auf 60 Milliarden Dollar verdoppeln können.

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