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Hand in Hand arbeiten diese beiden nun nicht mehr: Rüdiger Grube und Alexander Dobrindt (r.) im Februar 2016 beim Fototermin in einer Bahn-Werkstatt.
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Hand in Hand arbeiten diese beiden nun nicht mehr: Rüdiger Grube und Alexander Dobrindt (r.) im Februar 2016 beim Fototermin in einer Bahn-Werkstatt.

Kommentar zum Grube-Rücktritt

Noch eine Pleite mehr für Dobrindt

  • Thorsten Knuf
    VonThorsten Knuf
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Der Rücktritt von Bahn-Chef Rüdiger Grube hat alle Beteiligten kalt erwischt - Verkehrsminister Alexander Dobrindt offenbar eingeschlossen. Dabei hätte Dobrindt selbst dafür sorgen müssen, dass es nicht so weit kommt. Der Kommentar.

Die deutsche Verkehrspolitik hat sich in der zu Ende gehenden Legislaturperiode vor allem durch Pleiten und Peinlichkeiten ausgezeichnet. Die Ausländermaut, die wirkungslose Kaufprämie für Elektroautos sowie die schleppende Aufklärung der Abgasaffäre stechen hier besonders hervor. Acht Monate vor der Wahl hat Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) jetzt ein weiteres Problem: Bahnchef Rüdiger Grube ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten.

Grube soll erbost über den Bund sein, weil sich dieser als Bahn-Eigentümer angeblich nicht an Absprachen gehalten habe. Statt der vereinbarten Vertragsverlängerung von drei Jahren solle er im Aufsichtsrat plötzlich nur zwei Jahre angeboten haben. Sollte dies zutreffen, wäre dies tatsächlich ein Vertrauensbruch.

Die Bahn befindet sich mitten im Umbau, sie braucht dringend eine handlungsfähige Führung. Ein Topmanager mit internationaler Erfahrung, sozialem Gewissen und ausgeprägten kommunikativen Fähigkeiten ist auf die Schnelle kaum zu finden. Die genannten Eigenschaften sprechen auch gegen eine Berufung von Bahn-Vorstandsmitglied Ronald Pofalla auf den Chefsessel.

Eine Beförderung des einstigen CDU-Politikers würde auch eine neue Debatte über Filz in der Politik auslösen. Grubes Rücktritt sei eine „so nicht zu erwartende Wendung“ gewesen, sagt der Verkehrsminister. Dobrindt selbst hätte dafür sorgen müssen, dass es nicht so weit kommt.

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