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In Immobilienmakler vor einem leerstehende Gebäude in Dordrecht.
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In Immobilienmakler vor einem leerstehende Gebäude in Dordrecht.

Ratingagentur Standard & Poor's

Niederlande in Rating herabgestuft

Da waren es noch drei: Nur noch Deutschland, Luxemburg und Finnland genießen in der der Eurozone das begehrte «Triple A» - zumindest bei der Ratingagentur Standard & Poor's. Die entzog dem Niederlanden nun die Bestnote für die Bonität.

Die Liste der Staaten mit der besten Kreditwürdigkeit wird bei Standard & Poor's (S&P) immer kleiner. Die Ratingagentur entzog am Freitag den Niederlanden ihre Bestnote und stufte das Land von «AAA» auf «AA+» ab. Die Aussichten für die Konjunktur der fünftgrößten Euro-Volkswirtschaft seien nicht mehr so gut wie zuletzt, teilte S&P am Freitag in London mit. Zudem hinkten die Niederlande bei der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Kopf hinter vergleichbaren Nationen her.

Damit gibt es in der Eurozone mit Deutschland, Finnland sowie Luxemburg nur noch drei Staaten, die von S&P mit der Höchstnote bewertet werden. Weltweit sind es noch 13. Viele davon sind wie Hongkong, Liechtenstein oder Singapur kleine Nationen, die nur in geringem Volumen Staatsanleihen ausgeben. Von den G20-Ländern haben derzeit Australien, Deutschland, Großbritannien und Kanada bei S&P die Bestnote inne.

Bedeutung hat nachgelassen

Viele große Länder - darunter mit den Vereinigten Staaten der größte Schuldner der Welt - werden nicht mehr mit «AAA» bewertet. Den USA hat sogar die spektakuläre Abstufung durch S&P im August 2011 nicht geschadet. Das Land musste dadurch bei der Neuverschuldung nicht tiefer in die Tasche greifen. Denn Staatsanleihen der USA gelten bei Anlegern als «sicherer Hafen».

Im Euroraum hat die Bedeutung von Ratingurteilen spürbar nachgelassen, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) im Sommer 2012 zugesagt hatte, den Euro mit allen Mitteln zu verteidigen. Das Sicherheitsnetz der Notenbank, bestehend insbesondere auf dem Anleihekaufprogramm OMT, wird offensichtlich als sehr engmaschig empfunden.

Kein Wachstum

Die Abstufung Den Haags ist vor allem auf die schwachen Aussichten für die Wirtschaft des Landes zurückzuführen. Die S&P-Experten rechnen zwar damit, dass sich die Wirtschaft nach dem Rückgang in diesem Jahr wieder bessern wird. Das Wachstum werde in den kommenden Jahren aber deutlich unter dem langfristigen Durchschnittswert liegen. Positiv sei, dass die Wirtschaftsleistung pro Kopf trotz des schwachen Wachstums weiter hoch bleibt. Zudem sei das Land nach wie vor sehr wettbewerbsfähig. Den Ausblick für die weitere Bewertung belässt S&P deswegen weiter bei stabil.

Etwas optimistischer als zuletzt äußerte sich Standard & Poor's zu den hoch verschuldeten Euroländern Spanien und Zypern. Die Note für den kleinen, hochverschuldeten Inselstaat wurde leicht angehoben. Spanien droht zumindest so schnell keine weitere Abstufung mehr - der Ausblick wurde auf stabil angehoben. S&P hatte die Note für Spanien vor etwas mehr als einem Jahr um zwei Noten auf "BBB-" gesenkt. Damit ist das südeuropäische Land nur noch einen Schritt vom sogenannten Ramschniveau entfernt. (dpa)

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