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Ein Bauer zeigt einen viel zu kleinen Maiskolben.

Landwirtschaft

Nicht einfach Geld verteilen

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Die Bauern wollen eine Milliarde Euro vom Staat. Mit dem Geld sollen die Dürreschäden abgefedert werden. Der Staat sollte dafür Bedingungen stellen. Ein Kommentar.

Die Landwirte verlangen Hilfe. Ziemlich aggressiv und renitent fordern sie Geld vom Staat. Er soll für die Schäden aufkommen, die die Dürre auf den Feldern hinterlassen hat. Eine Milliarde Euro, heißt es von Seiten der Bauern, sei nötig, um die Ausfälle zu decken. Mindestens.

Die Selbstverständlichkeit, mit der die Bauern an das Geld der Steuerzahler wollen, lässt die Frage, ob der Staat überhaupt bezahlen soll, in den Hintergrund treten. Eigentlich geht es nur noch um die Höhe der Zahlung. Das erstaunt nun doch. Schließlich ist es für jeden anderen Unternehmer, und als nichts anderes sehen sich die meisten Bauern, völlig selbstverständlich, selbst vorzusorgen für schlechte Zeiten. Eine Dürreversicherung – Standard in vielen anderen Ländern – haben die hiesigen Bauern allerdings eher torpediert denn vorangetrieben. Es war eben bequemer, sich auf den Staat zu verlassen.

Diese Haltung sollte jetzt nicht auch noch belohnt werden. Deshalb muss die Hilfe etwas kosten. Der Bauernverband bekommt die Hilfe, wenn sich die Landwirte zum Abschluss einer Dürreversicherung verpflichten, damit sie für eine potenziell trockenere Zukunft besser aufgestellt sind. Außerdem fließt das Geld in Form von zinslosen Krediten, die von den Bauern zurückgezahlt werden müssen, gerne gestreckt über einen langen Zeitraum.

Einfach nur Geld zu verteilen, ist viel zu einfach.

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