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Hans Georg Schröter ist Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Rundschau.
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Hans Georg Schröter ist Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Rundschau.

Kommentar

Neustart

Höhere Profite werden nicht mehr nur durch Kostensenkungen erzielt, viele der großen Player steigerten ihren Umsatz kräftig - und blicken optimistisch nach vorn. Von Hans Georg Schröter

Von Hans Georg Schröter

Das Marktforschungsunternehmen Gartner sagt für dieses Jahr einen Anstieg der weltweiten IT-Ausgaben um 4,6 Prozent voraus. Unternehmen, Verwaltungen und Verbraucher würden damit 3,4 Billionen Dollar für Hardware, Software sowie IT- und Telekommunikationsdienstleistungen kaufen. Das wäre eine Wende, denn im vorigen Jahr ging es nach Berechnung der US-Forscher um 4,6 Prozent nach unten.

Die Berichte, die wichtige Vertreter der Branche für das Schlussquartal 2009 vorgelegt haben, stützen die Zuversicht. Der Chipriese Intel glänzte mit einem Super-Gewinn. IBM zeigte, wie man mit Service und Software viel Geld verdienen kann. Google meldete sich "mit Volldampf zurück im Geschäft". Nokia überraschte die Analysten positiv. Apple erhöhte den Gewinn um 50 Prozent und Microsoft sogar um 60 Prozent. Wichtig: Höhere Profite wurden nicht nur durch Kostensenkungen erzielt, viele der großen Player steigerten ihren Umsatz kräftig - und blicken optimistisch nach vorn.

Der Hightech-Branche ist der Neustart gelungen. Sie hat es verstanden, mit Innovationen auch in der Krise Käufer - und zwar vor allem Verbraucher - zu finden. Wer da zu nur an Apple denkt, sollte Google nicht vergessen mit dem Android-Betriebssystem für Smartphones oder Microsoft mit Windows7. Und nicht die von vielen Herstellern angebotenen Netbooks. Diese Mini-Notebooks sind ein Renner. Sie stehen für eine neue Richtung in der Branche, den Trend zum "gut genug". Viele Konsumenten wünschen sich preiswerte Geräte ohne viel Schnickschnack statt teurer und üppig ausgestatteter Gadgets, mit denen etwa Apple lockt.

Steht Wachstum also wieder auf dem Programm der Branche? Vorsicht ist angesagt. Denn noch zögern viele Unternehmenskunden der IT-Konzerne mit Investitionen. Und Steigerungsraten in Prognosen wie der von Gartner liegen immer Schätzungen einer stetigen Erholung der Konjunktur zugrunde. Die IT-Branche ist kein Selbstläufer mehr, sie hängt längst von der Gesamtwirtschaft ab. Deren Entwicklung ist aber keineswegs sicher. Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass der Schwung aus dem Weihnachtsquartal sich fortsetzt.

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