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Das Android-Maskottchen und das Google-Logo vor dem Eingang des Unternehmenssitzes in Mountain View, Kalifornien.
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Das Android-Maskottchen und das Google-Logo vor dem Eingang des Unternehmenssitzes in Mountain View, Kalifornien.

Google

Neuer Ärger für Google in Brüssel

  • Peter Riesbeck
    VonPeter Riesbeck
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Die EU startet wegen Android ein zweites Wettbewerbs-Verfahren gegen den Internetgiganten Google. Es wird auch geprüft, ob Google im lukrativen Geschäft mit Suchmaschinen seine führende Position missbraucht und eigene Tochterunternehmen bevorzugt.

Die EU-Kommission erhöht den Druck auf den Internetgiganten Google. Sie hält dem US-Konzern marktverzerrende Praktiken beim Betriebssystem Android vor und hat am Mittwoch ein zweites Verfahren eingeleitet. „Die Kommission ist besorgt, dass Googles Verhalten Verbrauchern schadet, indem Wettbewerb und Innovationen behindert wurden“, sagte die zuständige Kommissarin Margrethe Vestager. Google hat nun zwölf Wochen Zeit, um auf die Vorwürfe zu antworten. In einer ersten Stellungnahme wies Google die Vorwürfe zurück.

Vestager aber zeigte sich entschlossen wie immer. Auch, wenn sie sich in Googles Android-Welt leicht verhaspelte. „Google Search, Google P“, stockte die Kommissarin und fuhr nach einmal Luft holen fort: „Google Play und Google Pro.“

Es ist ja auch verwirrend. Längst dominiert das US-Unternehmen mit seinen verschiedenen Anwendungen von Suchmaschine über Betriebssysteme bis zu Kartendiensten das Netz. „Android ist als Open Source System angelegt“, lobte Vestager zwar. In solchen Fällen legen Entwickler ihren Programmiercode offen, damit andere die Software weiterentwickeln können. Nur hat Googles Offenheit bei Android, dem für Mobiltelefone und Tablets gängigen Betriebssystem Grenzen. Elf Google-Apps rund um Kartenanbieter, Suchdienste oder E-Mail-Programm etwa wird der Androidnutzer auf seinem Handy nicht los. Bestimmte Dienste laufen nur unter dem Google Browser Chrome. Und: Google verlangt von anderen Anbietern Lizenzgebühren. Alles zum Nachteil des Verbrauchers. Deshalb geht Vestager gegen Googles unlautere Methoden vor.

„Sådan er det jo“ – So ist es eben – mit diesem Satz hatte Vestager als Wirtschaftsministerin vor Jahren Proteste gegen Sozialkürzungen in ihrer Heimat Dänemark abgeblockt und war damit bekannt geworden. Die standhafte 48-Jährige hat damit das zweite Verfahren gegen Google eröffnet. Neben Android prüft Vestager, ob Google im lukrativen Geschäft mit Suchmaschinen seine führende Position missbraucht und eigene Tochterunternehmen bevorzugt.

Ihr Vorgänger Joaquin Almunia suchte in dieser Sache noch einen schnellen Vergleich mit den Amerikanern. Vestager will den Fall aber klären. Bis zu 6,5 Milliarden Euro Strafe drohen Google im schlimmsten Fall. Doch es bleibt der leise Verdacht, dass die EU hier versucht, mit den Wettbewerbsrecht den digitalen Rückstand Europas aufzuholen.

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