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Tesla-Chef Elon Musk zieht es künftig nach Texas.
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Tesla-Chef Elon Musk zieht es künftig nach Texas.

Multimilliardär

Elon Musk zieht mit Tesla trotz Abtreibungsgesetz nach Texas um

Elon Musk kündigt den Umzug der Tesla-Zentrale vom Silicon Valley nach Texas an. Texas steht aktuell jedoch wegen eines ganz anderen Themas in den Schlagzeilen.

San Francisco/Austin - Der US-Bundesstaat Texas ist aktuell vor allem wegen seines rigiden Abtreibungsgesetzes* in den Schlagzeilen. Das von den Republikanern* installierte Gesetz trat Anfang September in Kraft und ist als das sogenannte Herzschlag-Gesetz bekannt. Es verbietet Abtreibungen, sobald der Herzschlag des Fötus festgestellt werden kann. Das kann schon in der sechsten Schwangerschaftswoche der Fall sein – ein Zeitpunkt, zu dem viele Frauen noch gar nicht wissen, dass sie schwanger sind.

Zwar hat ein Gericht das Abtreibungsgesetz vorerst gestoppt*, ein Ende des Streits ist dennoch nicht abzusehen. Kliniken dürfen theoretisch wieder Abtreibungen vornehmen, müssen allerdings weiter fürchten, verklagt zu werden, falls ein höheres Gericht in den USA* die Entscheidung kippt - womit in Texas zu rechnen ist.

Elon Musk verlagert Privates und Unternehmenssitz nach Texas

Die politischen Gegebenheiten und Benachteiligungen von Frauen durch das Abtreibungsgesetz scheinen Tesla-Chef und Multimilliardär Elon Musk* nicht daran zu hindern, seine privaten und unternehmerischen Tätigkeiten zukünftig auch in Texas weiterzuführen. Nach seinem eigenen Umzug nach Texas hat er nun auch die Verlegung der Zentrale des Elektroautobauers aus dem Silicon Valley in den südlichen US-Bundesstaat angekündigt.

„Ich freue mich anzukündigen, dass wir unsere Zentrale nach Austin, Texas verlegen“, sagte der Unternehmer beim jährlichen Aktionärstreffen des Autobauers. Dennoch werde das Unternehmen seine „Aktivitäten in Kalifornien weiter ausweiten“. Die Produktion im kalifornischen Fremont werde um 50 Prozent ausgeweitet, führte Elon Musk* am Donnerstag (Ortszeit) aus und lobte insgesamt die wachsenden Absatzzahlen von Tesla - trotz Engpässen bei Halbleitern und anderen Komponenten. Diesbezüglich werde Fremont an seine Grenzen geraten.

Musk und Tesla ziehen nach Texas: Große Produktionsstätte im Bau

Ein Grund für Musk dürfte sein, dass Texas keine eigene Einkommensteuer erhebt und wegen niedrigerer Lebenshaltungskosten attraktiv für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den USA* ist. Anfang September hatte Musk bestätigt, dass er seinen Wohnsitz von Kalifornien nach Texas verlegt habe. Er begründete den Schritt unter anderem mit seinen dortigen Geschäftsaktivitäten. Sein Raumfahrtunternehmen SpaceX* entwickelt dort zum Beispiel Raketen.

Tesla* errichtet nahe der texanischen Hauptstadt Austin zudem eine große Produktionsstätte. Das Werk sei „fünf Minuten vom Flughafen und 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt“, warb Musk für den Standort.

Musk zieht nach Texas: Der Umzug könnte sich finanziell lohnen

Die finanziellen Vorteile für Musk liegen auf der Hand: In Kalifornien musste er bislang deutlich höhere Abgaben entrichten, als dies in Texas der Fall sein wird. Zudem verweist Musk darauf, dass auch das Leben für die Beschäftigten im Silicon Valley enorm teuer sei - hohe Wohnkosten zwingen viele zu langen Pendelzeiten. Das könnte für Regionen wie München eine Warnung sein*.

Tesla folgt damit weiteren Firmen, die sich in der jüngsten Vergangenheit für Texas als Standort entschieden haben - etwa Oracle und Hewlett Packard. (ktho/afp) *fr.de und Merkur.de gehören zum Angebot von IPPEN.MEDIA

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