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Bei den Müllgebühren herrschen große Uunterschiede.
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Bei den Müllgebühren herrschen große Uunterschiede.

Müllgebühren

Wo der Müll am teuersten ist

  • VonStephan Kaufmann
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Bei den Gebühren in den Städten herrschen große Unterschiede. In Frankfurt ist der Preis allerdings unterdurchschnittlich.

Jeder produziert ihn, und jeder will ihn loshaben: den Müll. Die Müllabfuhr hat daher in Deutschland einen guten Ruf. Doch die Kosten für die Abholung von Altpapier, Glas und Hausmüll variieren stark von Ort zu Ort. „Zwischen der günstigsten und teuersten Stadt liegen 600 Euro im Jahr“, so Kai Warnecke vom Eigentümerverband Haus & Grund. Am billigsten ist es in Flensburg, Chemnitz, Nürnberg und Mainz, am teuersten in Karlsruhe und Leverkusen. Unterdurchschnittlich sind die Müllgebühren in Frankfurt am Main.

Für die Preisunterschiede „gibt es Gründe, die die Kommunen jetzt dringend analysieren müssen“, forderte Wernecke.

Die Müllabfuhr macht laut Warnecke bis zu zehn Prozent der Wohnnebenkosten aus. Im Durchschnitt bezahlten die Bürger für den Abtransport mehr als für Straßenreinigung, Grundsteuer, Schornsteinfegergebühr und Gartenpflegearbeiten zusammen. „Hier gibt es also ein großes Einsparpotenzial zum Nutzen von Mietern und Eigenheimern.“

Im Auftrag des Eigentümerverbands hat das Institut IW Consulting die Kosten der Abfallentsorgung für 100 deutsche Städte berechnet. Zugrunde gelegt wurde dabei ein Vier-Personen-Haushalt – zwei Erwachsene, zwei Kinder in einem Einfamilienhaus, die gemeinsam pro Woche 60 Liter Restmüll produzieren. „Dieser Wert wird von sparsamen Haushalten zwar als relativ hoch wahrgenommen, ist aber durchaus realistisch anzunehmen“, so IW Consult. Dazu kommen Biomüll, Sperrmüll und eine Papiertonne.

Die Preise entnahmen die Forscher den Satzungen der Städte. Dabei unterschieden sie zwischen einem Voll- und einem Teilservice. Beim Vollservice übernimmt die Müllabfuhr komplett den Abtransport. Beim Teilservice müssen die Tonnen vom Haushalt bereitgestellt und nach Abholung wieder entfernt werden. Das IW berechnet die Gebühren zudem für eine wöchentliche und eine 14-tägige Abholung.

Nicht alle Städte bieten alle Leistungen an. Um einen Vergleich dennoch möglich zu machen, setzt IW Consult hypothetische Gebühren an. Ähnlich beim Sperrmüll, für den es mancherorts keinen Abholservice gibt.

Über alle Servicearten hinweg ist Flensburg die billigste Müll-Stadt. Das IW berechnet einen Index, dessen Mittelwert für alle 100 Städte bei 100 liegt. Flensburg erreicht hier 134,1. Kostengünstig sind ebenfalls Halle (125,2) und Frankfurt am Main (111,7). Berlin liegt mit einem Wert von 96,6 auf Durchschnittsniveau. Teurer wird es in Bremen (91,4), Düsseldorf (83,6) und Köln (83,3). Am kostspieligsten ist die Abfallentsorgung laut IW in Karlsruhe (66,7), Moers (39,4) und Leverkusen (16,8).

Mit diesem Vergleich solle keine Stadt an den Pranger gestellt werden, betonte Haus&Grund-Präsident Warnecke. „Die Untersuchung soll vielmehr Motivation für die Städte sein, ihren Bürgern künftig eine gleiche Servicequalität zu niedrigeren Preisen anzubieten.“ Dies würde ihre Attraktivität steigern.

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