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Videoschalten im Homeoffice verbrauchen viel Strom. imago images
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Videoschalten im Homeoffice verbrauchen viel Strom. imago images

Homeoffice

Mit Thermoskanne am Laptop

  • Joachim Wille
    vonJoachim Wille
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Die moderne Heimarbeit entlastet die Umwelt, weil weniger Menschen pendeln. Allerdings steigt zu Hause der Stromverbrauch spürbar. Doch da lässt sich gegensteuern.

Knapp ein Viertel der Erwerbstätigen in Deutschland arbeitet vorwiegend oder ausschließlich im Homeoffice. Noch mehr, nämlich 39 Prozent, erklärten jüngst in einer Befragung, sie könnten ihren Beruf grundsätzlich komplett oder größtenteils in Heimarbeit erledigen. Die moderne Heimarbeit dürfte so auch nach Corona im Trend bleiben. Das entlastet die Umwelt, denn Pendlerströme und Dienstreisen nehmen ab, damit auch der CO2- Ausstoß. Doch es gibt auch negative Folgen: Der Stromverbrauch zu Hause steigt zum Teil spürbar. Eine Fachgemeinschaft, der unter anderem der Verband der Elektrizitätswirtschaft angehört, hat aus diesem Anlass nun Tipps veröffentlicht, wie die „Homeofficer“ das in den Griff bekommen können.

Bei einem Einpersonenhaushalt kann sich der Stromverbrauch um bis zu 20 Prozent erhöhen, hat die „HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung“ ermittelt. Bei mittleren Stromkosten eines solchen Haushalts von rund 550 Euro im Jahr geht das mit 110 Euro schon ins Geld. Bei einem Vierpersonenhaushalt, in dem zwei Personen im Homeoffice arbeiten, könne der Anstieg bis zu 30 Prozent betragen. Das wären 350 Euro zusätzlich. Dabei geht es nicht nur um den Strom, den Computer und Internet zusätzlich brauchen. Auch häufigeres Kochen, mehr Beleuchtung und höherer Fernsehkonsum „aufgrund mangelnder Alternativen für die Abendgestaltung“ sind dabei eingerechnet.

Die HEA weist darauf hin, dass die Auswahl des Computers und das Nutzungsverhalten den Stromverbrauch stark beeinflussen. So ist ein Laptop bei gleicher Nutzung deutlich energieeffizienter als ein Desktop-PC, statt im Schnitt 60 Watt braucht er nur 15 Watt. Einsparung: 75 Prozent. In längeren Pausen, in denen der Computer nicht genutzt wird, empfiehlt sich der Ruhemodus statt des Bildschirmschoners. Da der Router ein Dauerverbraucher im Haushalt ist, kann es sich laut HEA lohnen, ihn über Nacht auszuschalten. Einige Router verfügen jedoch über einen automatischen Energiesparmodus, der aktiviert wird, wenn das Gerät eine Zeit lang nicht genutzt wurde.

Stark beeinflussen lässt sich auch der Stromverbrauch von Videokonferenzen via Zoom, Teams, Jitsi Meet & Co. Eine Stunde mit Livebild-Übertragung verursacht einen CO2-Ausstoß von bis zu einem Kilogramm. Wer ganz auf die Kamera verzichtet, kann bis zu 96 Prozent der Emissionen einsparen, wie eine aktuelle US-Studie gezeigt hat. Empfehlung hier: die Videonutzung, wo es möglich ist, auf das Wesentliche zu reduzieren.

Doch die HEA-Experten haben nicht nur das Arbeiten am Computer selbst im Blick, sondern auch das restliche Leben im Homeoffice, zum Beispiel das Kaffeekochen und das Mittagessen. So sei es sinnvoll, statt pro Tag mehrfach frischen Kaffee zu kochen, eine große Portion für die Thermoskanne zuzubereiten. Das Mittagessen-Kochen solle man gleich auf so viele Portionen anlegen, dass sie für mehrere Tage reichen. Und der Tipp für den Feierabend: Hier lohne es lohnt sich, Computer, Bildschirme, Scanner und Drucker komplett vom Netz zu trennen – um Stand-by zu vermeiden.

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