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Pandemie

1,5 Millionen Familien in Italien droht Armut

Mindestens 1,5 Millionen Familien in Italien könnten durch die Folgen der Covid-Pandemie in die Armut abrutschen.

Die Vermutung geht aus Erhebungen mehrerer Organisationen hervor, von denen die Zeitung „La Stampa“ (Montag) berichtet. Zwar seien die vorgelegten Zahlen nicht ganz identisch, wiesen aber alle in die gleiche Richtung, so das Blatt. Am stärksten von den wirtschaftlichen Folgen getroffen sind den Daten zufolge junge Menschen ohne festen Arbeitsvertrag, Frauen in der Familienpause, Migranten und Hilfsarbeiter.

Einer Erhebung der italienischen Zentralbank zufolge stieg der Anteil der Familien, deren Einkommen nicht über den ganzen Monat reicht, von 46 auf 58 Prozent. Schätzungen von Kinderhilfsorganisationen wie „Save the children“ gehen dem Bericht zufolge davon aus, dass sich die Zahl von einer Millionen Kindern in Armut verdoppeln wird. Zudem litten inzwischen Kleinhändler, Künstler sowie die Besitzer und Angestellten von Bars und Restaurants. Sie mussten im Frühjahr ganz schließen, aktuell können sie Gäste nur bis 18 Uhr bewirten. 300.000 Bars und Restaurants, die 1,2 Millionen Menschen beschäftigen, rechnen im letzten Drittel des Jahres mit Umsatzeinbußen von 64 Prozent.

Knapp 140 katholische Diözesen in Italien aktivierten den Angaben zufolge eigene Fonds, um Kleinhändlern und Arbeitern bei drängenden Zahlungen wie Miete, Kredittilgung oder Nebenkostenrechnungen helfen zu können. Rund jeder zweite Klient der Caritas des Landes suchte in den Monaten Mai bis September erstmals überhaupt eine Beratungsstelle des Wohlverbandsverbandes auf.

Die diversen Daten stammen außer von der Italienischen Zentralbank (Banca d‘Italia) und der Caritas vom staatlichen Statistikamt sowie verschiedenen Sozial- und Wirtschaftsforschungsinstituten. (kna)

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