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China auf Einkaufstour

Milliarden-Verträge mit deutschen Firmen

China ist auf Einkaufstour in Europa und gibt auch der kriselnden deutschen Wirtschaft einen Schub.

Berlin/München. China ist auf Einkaufstour in Europa und gibt auch der kriselnden deutschen Wirtschaft einen Schub. Chinesische Unternehmen unterzeichneten am Mittwoch in Berlin mit deutschen Partnern mehr als 30 Lieferverträge im Volumen von mehreren Milliarden Euro. Schwerpunkt waren Maschinenbau, Elektrotechnik sowie die Autoindustrie. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sprach von einer "exzellenten Nachricht für die deutsche Exportwirtschaft". Weitere Aufträge würden in Kürze folgen.

Die chinesischen Firmen wollen in Europa nach Angaben aus Peking Waren im Wert von mehr als elf Milliarden Euro kaufen. Deutschland war erste Station für die Delegation unter Leitung des chinesischen Handelsministers Chen Deming. Die Unternehmer reisen zudem in die Schweiz, nach Spanien und Großbritannien. Der "Löwenanteil" der Verträge in Europa gehe an deutsche Firmen, erklärte Guttenberg: "Das ist ein Beleg für die engen und vertrauensvollen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und China."

Chen Deming sagte der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua: "Ich glaube, wir sind diesmal mit vollgepackten Taschen hier und ich glaube, unsere Einkäufe dürften der lahmenden europäischen Wirtschaft einen Schub geben." Der Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks gab einen Großauftrag von etwa 880 Millionen Euro aus China bekannt. Die Telefonkonzerne China Mobile und China Unicom beauftragten die Münchner mit dem Aufbau von Mobilfunknetzen.

Der Asien-Pazifik-Ausschuss (APA) der Deutschen Wirtschaft lobte China als verlässlichen Partner in der Krise. "Während in Europa jedes Land darüber nachdenkt, Steuergelder für nationale Maßnahmen zur Ankurbelung von Konsum oder zum Abstützen notleidender Banken einzusetzen, intensiviert China die Kooperation mit den europäischen Partnern", sagte APA-Experte Jürgen Heraeus.

Heraeus forderte China auf, an der Marktöffnung festzuhalten und weitere Liberalisierungsschritte nicht aufzuschieben. Deutschland und China hätten zugesagt, in der Krise nicht ihre Märkte abzuschotten. Deutsche Firmen hätten aber berichtet, dass in einzelnen chinesischen Provinzen die Regierungen die heimischen Unternehmen dazu anhielten, auf lokalen Märkten einzukaufen. (dpa)

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