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Studie: Wohnungsmieten in München und Köln ziehen an, Frankfurt rutscht dagegen leicht ins Minus

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Wohnhäuser in Berlin
Laut einer Studie hat sich der Preisanstieg der Mieten in deutschen Metropolen abgeschwächt. © Andrea Warnecke/dpa-tmn

Laut einer Studie hat sich der Preisanstieg der Mieten in deutschen Metropolen abgeschwächt. In Frankfurt gingen die Mietpreise sogar zurück.

Frankfurt - Nach Jahren explodierender Mieten in Deutschlands Metropolen hat sich der Preisanstieg einer Studie zufolge zuletzt etwas abgeschwächt. Im zweiten Halbjahr 2021 entwickelten sich die mittleren Angebotsmietpreise in München, Köln, Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart auf Jahressicht schwächer als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre, wie am Mittwoch aus einer Untersuchung des Immobiliendienstleisters und -beraters JLL zu den acht größten Städte hervorging.

Steigende Mieten in München und Köln, sinkende Mieten in Frankfurt und Stuttgart

Während die Mieten in München (+1,7 Prozent) und Köln (+3,9) noch weiter stiegen, stagnierten sie demnach in Düsseldorf sowie in Stuttgart und gingen in Frankfurt um 3,1 Prozent zurück. In Berlin habe es zwar ebenfalls einen deutlichen Rückgang der Dynamik (+4,1) im Fünfjahresvergleich gegeben, das Wachstum sei aber ähnlich stark geblieben wie in Hamburg (+3,8) und Leipzig (+5,3).

„Leipzig konnte als einziger Markt unter den Big 8 in der Gesamtbetrachtung ein höheres Wachstum erzielen als im Fünfjahresvergleich und profitiert von seiner nach wie vor hohen Anziehungskraft. Wir erwarten auch weiterhin eine Fortsetzung dieser Entwicklung“, sagte JLL-Experte Roman Heidrich.

Auch peripherere Standorte ziehen bei den Mieten nach

In Berlin sei der Effekt durch den im Frühjahr 2021 gerichtlich gekippten Mietendeckel deutlich sichtbar. „Der Anstieg von rund vier Prozent wird stark geprägt von einem knapp zehnprozentigen Anstieg bei den Mieten in Bestandsimmobilien, wo wir nach Aufheben des Mietendeckels eine deutliche Preisdynamik sehen konnten“, sagte Heidrich.

Während die hohe Dynamik der vergangenen Jahre in den meisten Metropolen und auch den sonstigen kreisfreien Städten nachlasse, ziehen laut JLL nun sogenannte peripherere Standorte nach. So liege in den Landkreisen das Wachstum mit 5,5 Prozent auf Jahressicht über dem Fünfjahresschnitt. (rtr)

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