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Mieten werden teurer: Das ist beim Antrag auf Wohngeld zu beachten

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Von: Helena Gries

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Die Ausgaben steigen. Haushalte mit kleinem Einkommen haben mit steigenden Mietpreisen zu kämpfen. Mit dem Wohngeld gibt es finanzielle Unterstützung.

Frankfurt – Die Preise für den Lebensunterhalt steigen aufgrund der Inflation in Deutschland mehr und mehr. Nicht nur teure Lebensmittel und steigende Energiekosten im Rahmen des Ukraine-Konfliktes beunruhigen die Menschen. Ganz besonders Haushalte mit kleinerem Einkommen stehen zunehmend vor dem Problem der hohen Mietpreise.

Doch es gibt finanzielle Unterstützung, von der viele Menschen gar nichts wissen. Mit dem Wohngeld kann ein Zuschuss zu den Wohnkosten und damit finanzielle Unterstützung beantragt werden. Besonders einkommensschwache Menschen werden in den Blick genommen.

Blick über die Dächer verschiedener Häuser in einer Stadt.
Die Preise für Mieten steigen. Ein Wohngeld-Zuschuss kann besonders Menschen mit schwachem Einkommen helfen. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa

Wohngeld als Zuschuss zur Miete: Verschiedene Faktoren haben Einfluss

Das Wohngeld wird als Zuschuss zur Miete gezahlt. Personen mit Eigentum haben die Möglichkeit, das Wohngeld als sogenannten Lastenzuschuss für den selbstgenutzten Wohnraum beantragen. Auch Rentner können Berichten des Saarländischen Rundfunks zufolge einen Anspruch auf Wohngeld haben.

Das Wohngeld oder den Lastenzuschuss gebe es für alle, „deren monatliches Haushaltsgesamteinkommen unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegt“, sagte Jutta Hartmann vom Deutschen Mieterbund in Berlin gegenüber Focus Online. Der Zuschuss kann auch zusätzlich zum Arbeitslosengeld I oder zur Rente beantragt werden, denn beides gelte als normales Einkommen. Der Wohngeld-Zuschuss hängt außerdem von verschiedenen Faktoren ab:

Je nach Region kann das Wohngeld aufgrund der verschiedenen Mietstufen variieren. Eine Auflistung der Mietstufen nach Ländern findet sich auf der Website des Bundesinnenministeriums. Mithilfe des Wohngeldrechners des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen können Verbraucherinnen und Verbraucher zudem prüfen, ob ein Anspruch auf Wohngeld besteht. Eine verbindliche Errechnung des Wohngeld-Zuschusses erfolgt über die zuständige Wohngeldbehörde (Stadt- oder Gemeindeverwaltung). Hier kann das Wohngeld beantragt werden.

Mieten werden teurer: Wohngeld soll einkommensschwache Menschen unterstützen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts erhielten Berechtigte Ende 2020 im Schnitt 177 Euro Wohngeld als Zuschuss vom Staat. Zur Berechnung des Wohngeldes wird jedoch immer nur die Brutto-Kaltmiete berücksichtigt. Steigende Energiekosten müssen Verbrauchende selbst finanzieren, hier kann der Heizkostenzuschuss helfen.

Keinen Anspruch auf Wohngeld hingegen haben Berichten von Focus Online zufolge Menschen, die Sozialhilfe, Grundsicherung oder Arbeitslosengeld II (Hartz 4) beziehen. Auch Beziehende von Ausbildungsförderungshilfen wie Schüler-Bafög, Berufsausbildungshilfe oder Bafög sind vom Wohngeld-Zuschuss ausgenommen. (hg)

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