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Die Beschäftigten sollen nicht die Leidtragenden der Abgas-Affäre sein.
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Die Beschäftigten sollen nicht die Leidtragenden der Abgas-Affäre sein.

Abgas-Skandal bei VW

IG Metall verteidigt VW-Beschäftigte

  • Daniel Baumann
    VonDaniel Baumann
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Die IG Metall will Beschäftigte von VW schützen. Seine Botschaft an die Konzernleitung in Wolfsburg: Wir bezahlen nicht für eure Krise!

Die Beschäftigten sollen nicht die Leidtragenden des Abgas-Skandals bei Volkswagen sein. Die Gewerkschaft IG Metall will sie vor negativen Folgen wie Stellenabbau schützen. „Wir bezahlen nicht für eure Krise“, lautet die Botschaft von Gewerkschaftschef Detlef Wetzel an die Konzernspitze in Wolfsburg. Das Geld für die erwarteten Milliarden-Bußgelder und sonstige Kosten der Krise dürfe nicht bei der Belegschaft eingespart werden.

Für den Gewerkschaftschef ist klar, in wessen Zuständigkeit die Misere fällt. „Es war sicherlich nicht die Putzfrau, die das verantwortet hat, und der Pförtner und der Bandarbeiter waren es auch nicht“, so Wetzel. „Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben damit nichts zu tun.“

Nun müsse geklärt werden, welche Personen an der Manipulation beteiligt waren. Es gebe Menschen, „die unendlichen Schaden angerichtet haben“, so Wetzel. Es handele sich um „eine extrem beunruhigende, nicht für möglich gehaltene Situation“ bei Volkswagen, die aus nationaler Sicht mit der Finanzkrise von 2008/2009 vergleichbar sei. Seine Hoffnungen lägen nun auf der Staatsanwaltschaft, so Wetzel.

Volkswagen ist aus Sicht von Wetzel in den vergangenen Jahren in die falsche Richtung gesteuert. „Es ist kein Wert an sich, größer als Toyota zu sein“, sagte er. Damit kritisierte er das ambitionierte Ziel des inzwischen abgelösten Konzernchefs Martin Winterkorn, VW zum weltgrößten Autobauer zu machen.

Eine Mitverantwortung der bei Volkswagen sehr starken Gewerkschaft für den Skandal sieht er aber nicht. „Was in ein Auto eingebaut wird, entzieht sich der gewerkschaftlichen Mitbestimmung“, sagte Wetzel mit Blick auf die manipulierten Fahrzeuge.

Die Aufklärung des Skandals wird derzeit von Berthold Huber geleitet. Wetzels Vorgänger als IG-Metall-Chef führt seit dem Rücktritt von Ferdinand Piëch den Aufsichtsrat. Diese ungewöhnliche Situation, dass ein Gewerkschafter Aufsichtsratschef ist, soll jedoch bald enden. Huber werde, so Wetzel, im November wie geplant aus dem Aufsichtsrat ausscheiden. Über einen Nachfolger werde „zeitnah“ entschieden.

Eine Gefahr sieht die Gewerkschaft darin, dass im Zuge des VW-Skandals der Diesel als Antriebstechnologie in Verruf geraten könnte. An der Produktion von Diesel-Komponenten hängen laut IG-Metall hierzulande mehr als 20 000 Arbeitsplätze.

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