DZ Bank

Mehr als zwei Milliarden Gewinn

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Die DZ Bank trotzt der Krise in der Schifffahrt und fährt einen hohen Gewinn ein.

Jahresziel sicher erreicht: Die DZ Bank Gruppe hat für das Jahr 2016 nach vorläufigen Zahlen einen Vorsteuergewinn von 2,2 Milliarden Euro ausgewiesen. Angepeilt waren zwei Milliarden. Nach der Fusion mit der Düsseldorfer WGZ Bank fiel der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr wegen des anhaltenden Umbaus aber verhalten aus. Auch die Schifffahrtskrise dürfte weiter belasten.

„Uns geht die Arbeit nicht aus“, sagte DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch bei der Vorlage der ersten gemeinsamen Zahlen nach dem Zusammenschluss mit der WGZ Bank Mitte August, der auf Konzernebene 256 Millionen Euro zum Gewinn beitrug. Demgegenüber standen allerdings fusionsbedingte Aufwendungen in Höhe von 247 Millionen Euro, die allein bei der DZ Bank AG anfallen. Im Jahr zuvor erwirtschaftete die DZ Bank Gruppe einen Vorsteuergewinn von 2,45 Milliarden Euro. Das war allerdings vor der Fusion. Die Zahlen sind daher nicht direkt miteinander vergleichbar.

Das Spitzeninstitut, zu dem neben der Fondsgesellschaft Union Investment, der Bausparkasse Schwäbisch Hall und der R+V Versicherung auch der Transportfinanzierer DVB Bank gehört, profitierte von einem starken Firmenkundengeschäft der DZ Bank AG. Belastend wirkten sich Rückstellungen für Zinsgutschriften bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall aus. Und: Im neunten Jahr hat die Schifffahrtskrise nun auch die DVB Bank erreicht, die mit 285 Millionen Euro in die roten Zahlen rutschte. „Es ist das erste Jahr, wo sie einen Verlust zeigt“, so Kirsch. Der Vorstand rechnet für 2017 mit erhöhten Kosten.

Für das laufende Jahr erwartet die DZ Bank einen Rückgang des Vorsteuergewinns auf bis zu 1,5 Milliarden Euro. „Denn die Synergien werden erst in den kommenden Jahren voll zum Tragen kommen“, so Kirsch. Unter anderem soll das Immobiliengeschäft neu geordnet werden. Das gewerbliche Geschäft der ehemaligen WGZ soll in die DG Hyp eingebracht, letztere dann mit der WL Bank fusioniert werden. Dadurch werden Synergien im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich erwartet. Zudem werde bei der DZ Bank Gruppe „an der Weiterentwicklung in Richtung einer Holding-Struktur“ gearbeitet. Ergebnis? „Wir werden sehen“, so Kirsch. Zur personellen Gestaltung der Holding-Spitze erklärte er: „Der Aufsichtsrat wird die Nominierung so vornehmen, dass Neigung und Begabung zusammenkommen.“

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