Dicht an dicht stehen die LKW auf den Autobahnparkplätzen, hier an der A 2 auf dem Rastplatz Börde.
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Dicht an dicht stehen die LKW auf den Autobahnparkplätzen, hier an der A 2 auf dem Rastplatz Börde.

Raststätten

Mehr Platz für LKW

Verkehrsminister Scheuer will  das Parken an Autobahnen erleichtern.

Mit mehr Lkw-Parkplätzen und digitalen Helfern will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Lastwagen-Fahrern das Ansteuern von Ruheplätzen erleichtern. Die Bundesanstalt für Straßenwesen erstelle ein Konzept für ein bundeseinheitliches Lkw-Parkleitsystem auf Autobahnen, teilte das Verkehrsministerium am Montag mit. Bisher gebe es nur für einzelne Rastanlagen Informationen über freie Parkplätze. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

In diesem Jahr werde das Ministerium mit den Ländern mit der Fortschreibung des sogenannten Netzkonzeptes für Lkw-Parken beginnen. Dabei soll geprüft werden, ob das Kolonnen- und Kompaktparken erweitert werden kann. Dabei geben Lkw-Fahrer bei der Ankunft am Parkplatz ihre geplante Abfahrtszeit ein und bekommen einen Parkplatz zugewiesen, so dass sie viel enger parken können als sonst.

100 Millionen Euro seien 2020 für den Bau von Rastanlagen an Bundesautobahnen eingeplant, hieß es weiter. Das entspricht ungefähr den Ausgaben der vergangenen Jahre: In den vergangenen zwölf Jahren wurden demnach mehr als 1,2 Milliarden Euro investiert. Zudem werde eine neue Förderrichtlinie für Lkw-Stellplätze privater Investoren, sogenannte Autohöfe, in der Nähe von Autobahnen erarbeitet. Das ist nach Einschätzung des Verkehrsministeriums ein „wichtiger Baustein“, um das Problem fehlender Lkw-Parkplätze zu lösen.

Die Zahl der Lkw-Stellplätze auf und an Autobahnen hat von 2008 bis 2018 von rund 53 900 auf rund 70 800 zugenommen. Der Bedarf sei aber höher – Stand 2018 würden rund 94 100 Lkw pro Nacht abgestellt. (dpa)

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