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Finanzen

Mehr Geld: So klappt das Sparen im neuen Jahr

  • VonMechthild Henneke
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Wer das neue Jahr mit den besten Absichten beginnt, sollte sofort loslegen. Mit ein paar Kniffen lassen sich an vielen Enden des Haushalts Ausgaben und damit richtig Geld sparen.

Frankfurt – Gute Vorsätze gehören zum Jahreswechsel wie neue Kalender. Neben den Klassikern „mehr Sport“ und „weniger Gewicht“ nehmen sich viele auch vor, im Haushalt zu sparen, den Telefonvertrag zu optimieren oder auszumisten.

Wir geben Tipps, wie sich diese Vorhaben realisieren lassen.

Mehr Geld im neuen Jahr: So sparen Sie im Haushalt Strom und Wasser

Strom sparen: Die Strompreise reißen ein Loch in die Haushaltskasse. Deshalb ist jede gesparte Kilowattstunde wertvoll. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online hat auf ihrer Webseite www.co2online.de Hinweise zusammengestellt. In der Küche ist der Kühlschrank der Hauptstromfresser. „Er verbraucht unter Umständen ein Viertel des Gesamtstroms in einem Haushalt“, sagt Anne Weißbach von co2online. Der Verbrauch von energiesparenden Kühlschränken liegt bei nur 50 Prozent älterer Geräte. Ein Richtwert: 100 Liter reichen für eine bis zwei Personen, für jede weitere Person 50 Liter mehr. Übrigens bringt auch das Abtauen des Gefrierfachs schon viel: „Eine Vereisung von fünf Millimetern erhöht den Stromverbrauch um etwa 30 Prozent“, sagt Weißbach.

Geld sparen: Gute Vorsätze gehören zum Jahreswechsel wie neue Kalender. (Symbolfoto)

Im Bad kann ein Sparduschkopf den Wasserverbrauch um 50 Prozent reduzieren, hat co2online ausgerechnet, auch Wäschewaschen mit kühleren Temperaturen, also etwa bei 30 statt 60 Grad, spart bares Geld. „Wenn weniger Wasser erwärmt wird, spart das auch Heizkosten“, sagt Weißbach.

Strom- und damit Geldfresser sind auch Warmwasserspeicher. Eine Zeitschaltuhr zu verwenden, ist sinnvoll. Ältere Durchlauferhitzer sollten durch neue getauscht werden. Das Wirtschaftsministerium fördert diese Maßnahme mit 100 Euro. Die Stromersparnis liegt anschließend bei rund 20 Prozent. Im Büro verbrauchen Laptops weniger Energie als PCs.

Geld sparen im Haushalt: Richtig heizen und Thermostate nutzen

Weniger Geld fürs Heizen: Die Raumtemperatur um ein Grad zu senken, wirkt sich aufs Klima und aufs Portemonnaie aus. „Sie können dadurch bis zu 260 Kilogramm CO2 im Jahr vermeiden“, sagt Alexander Steinfeldt von heizspiegel.de, einem Portal, das von co2online betrieben wird. In einem 110 Quadratmeter Einfamilienhaus mit Gasheizung könnten pro Jahr rund 75 Euro gespart werden, wenn die Temperatur um ein Grad gesenkt wird. Das Umweltbundesamt empfiehlt in Wohnräumen eine Temperatur von 20 bis 22 Grad, in der Küche rät es zu 18 Grad, im Schlafzimmer zu 17 bis 18 Grad.

RaumTemperatur
Wohnräume20 bis 22 Grad
Küche18 Grad
Schlafzimmer17 bis 18 Grad
(Quelle: Umweltbundesamt)

„Programmierbare Thermostate mit Nachtabsenkung verbessern die Effizienz und vermindern den Ausstoß von CO2 um durchschnittlich 430 Kilogramm pro Jahr“, sagt Steinfeldt. In einem Einfamilienhaus mit 110 Quadratmetern und zwölf Heizkörpern ließen sich so pro Jahr 125 Euro sparen, wenn dafür 15 Jahre alte Thermostatventile ausgetauscht werden. Heizkörper zu entlüften, führt ebenfalls zu besserem Heizen. In einer Mietwohnung könne diese Maßnahme die Heizkosten um bis zu 30 Euro senken.

Tipps fürs Geld sparen: Handyverträge und Angebote vergleichen

Mobiltelefonvertrag überprüfen: Wer glaubt, dass er oder sie zu viel fürs Handy bezahlt, hat es seit kurzem leichter, einen Vergleich mit anderen Angeboten durchzuführen. Seit 1. Dezember müssen die Anbieter Produktinformationsblätter online stellen. Auf den Webseiten finden sich aber häufig nur die aktuellen Konditionen, die alten werden in Archiven gespeichert, die erst gesucht werden müssen. Viele Kundinnen und Kunden haben aber solche alten Verträge.

Inzwischen gibt es Portale, die – unabhängig vom Anbieter – umfangreiche Sammlungen von Produktinformationsblättern angelegt haben, zum Beispiel www.handy-deutschland.de. Das erleichtert die Suche und den anschließenden Vergleich erheblich.

Welche Versicherungen sind wichtig und welche entbehrlich? So lässt sich richtig Geld sparen

Überflüssige Versicherungen kündigen: Der Bund der Versicherten nennt vier Versicherungen entbehrlich: die Sterbegeldversicherung, die Insassenunfallversicherung, die „Handy“- und „Smartphone“-Versicherung und die Glasbruchversicherung. „Die Sterbegeldversicherung ist eine geldzehrende Kapitallebensversicherung“, sagt Sprecherin Bianca Boss. Wer sie abschließe, zahle bei langer Laufzeit am Ende häufig mehr ein, als die Hinterbliebenen herausbekommen. Besser sei eine Geldanlage.

Die Insassenunfallversicherung ist unnötig, weil die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung eintritt, wenn man einen Unfall verursacht und Mitreisende verletzt werden. „Trägt ein anderer Verkehrsteilnehmer die Schuld, zahlt dessen Versicherung“, sagt Boss. Die Handyversicherung lohnt sich nicht, weil nur der Zeitwert des Handys entschädigt wird und häufig eine Selbstbeteiligung fällig ist. Glasbruch sei häufig nicht sehr teuer in der Reparatur. „Deshalb braucht kaum jemand eine teure Glasbruchversicherung – es sei denn, Sie haben einen Wintergarten oder eine sehr teure Spezialverglasung an Ihrem Haus“, sagt Boss.

Geld sparen und Platz im Haushalt schaffen: Überflüssiges spenden oder entsorgen

Haushalt und Kleiderschrank entrümpeln: Platz für Weihnachtsgeschenke, könnte das Motto sein, Haushalt und Kleiderschrank von Überflüssigem zu befreien. Doch vielen fällt es schwer, sich zwischen weiterverkaufen, spenden oder wegwerfen zu entscheiden. Thomas Ahlmann, Geschäftsführer von FairWertung aus Essen gibt folgende Hilfestellung: „Alles, was Sie im Verwandten- oder Familienkreis weitergeben würden, ist als Unterstützung für gemeinnützige Zwecke geeignet.“ Auch ein Verkauf ist für solche Dinge noch denkbar.

Ahlmann weist darauf hin, dass Kleiderspenden eine wichtige Säule gemeinnütziger Arbeit sind, denn der Erlös aus dem Verkauf kommt bedürftigen Menschen und sozialen Projekten zugute. Vor dem Verkauf bei Portalen wie Ebay, Momox oder Vinted solle man sich aber Aufwand und Ertrag überlegen. „Billige Massenware ist den Aufwand oft nicht wert und findet keinen Käufer“, sagt er.

In Frankfurt gibt es zahlreiche Anlaufstellen für Spenden, wie das Neufundland oder der Familienmarkt der Caritas. Doch es kann vorkommen, dass in einem bestimmten Bereich schon zu viel gesammelt wurde. „Deshalb vorher lieber anrufen und nachfragen, was gebraucht wird“, empfiehlt Ahlmann.

Sperrmüll kostenlos loswerden und somit Geld sparen

Sperrmüllkosten: Wer Mobiliar, Elektrogroßgeräte, große Einrichtungsgegenstände wie Regale, Schränke, Sofa, Tische, Stühle, Lattenroste oder sonstigen Sperrmüll wie Laminat, Teppiche oder Matratzen loswerden möchte, kann sich an die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) wenden. Zehn Kubikmeter – das ist die Kofferraumladung von drei Multivans – sind kostenfrei. Termine können entweder telefonisch unter 0800-2008007-10 oder online über www.fes-frankfurt.de vereinbart werden. Es gibt auch einen Eilservice. Die kostenpflichtige Abholung erfolgt dann schnellstmöglich. (Mechthild Henneke)

Mit dem neuen Jahr kommen auf die Menschen in Deutschland wieder viele Änderungen zu, oft geht es dabei ums Geld. Die wichtigsten Änderungen in der Übersicht.

Rubriklistenbild: © Michael Bihlmayer/Imago

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