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Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: „Es tut sich was, es hat sich was bewegt.“
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Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: „Es tut sich was, es hat sich was bewegt.“

Frauenquote

Mehr Frauen in Führung

  • Melanie Reinsch
    VonMelanie Reinsch
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2016 steigt der Anteil in den zur gesetzlichen Frauenquote verpflichteten Unternehmen auf 27,5 Prozent.

Immer mehr Frauen sitzen in den Aufsichtsräten deutscher Unternehmen. In diesem Jahr ist der Anteil in den zu der gesetzlichen Frauenquote verpflichteten Unternehmen von 23,3 auf 27,5 Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Bericht des Familienministeriums. Er soll dem Bundeskabinett vorlegt werden, sobald die Ressortabstimmung abgeschlossen ist.

Die verbindliche Frauenquote wurde im Koalitionsvertrag festgeschrieben und unter Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) am 1. Januar 2016 eingeführt. Sie ist nur ein Teil des „Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen“, das schon am 1. Mai 2015 in Kraft trat.

Seitdem sind börsennotierte und voll mitbestimmte Unternehmen dazu verpflichtet, bei einer Neubesetzung mindestens 30 Prozent der Aufsichtsräte mit Frauen zu besetzen. Gelingt dies nicht, müssen die Stühle rechtlich leer bleiben. Diese Quote gilt nach derzeitigem Stand für 106 Unternehmen in Deutschland.

„Die Quote wirkt. Wir haben mehr Frauen in Führungspositionen. Wir hatten in den letzten Jahrzehnten Stillstand: Kaum Frauen in Führungspositionen, wenig in den großen Unternehmen, wo viele Frauen arbeiten. Nun sehen wir an den Zahlen des Berichts: Es tut sich was, es hat sich etwas bewegt“, erklärte Schwesig. In den Unternehmen und in der Gesellschaft habe sich ein Kulturwandel eingestellt.

In den Vorstandsebenen sind Frauen aber nach wie vor unterrepräsentiert. Im Durchschnitt sind nur 5,1 Prozent der Vorstandsposten mit Frauen besetzt.

Die frauenpolitische Sprecherin der Grünen, Ulle Schauws, zeigte sich wenig begeistert. Euphorie könne bei der Bilanz nicht aufkommen, sagte sie der Frankfurter Rundschau. „Es hapert insbesondere an der weichgespülten Flexi-Quote mit freihändig festgelegten Zielgrößen für den Frauenanteil. Hier wirkt das Gesetz auf die Haltung in vielen Unternehmen nach wie vor viel zu wenig. (…) Das Schönreden der Quote nutzt Frauen beim Vorstoß durch gläserne Decken am Ende nicht, wenn es nicht auf allen Ebenen Maßnahmen zu Frauen in Führung gibt“, kritisierte die Grünen-Politikerin.

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