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Facebook-Chef und -Gründer Mark Zuckerberg.
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Facebook-Chef und -Gründer Mark Zuckerberg.

Facebook

Mark Zuckerberg wird seriös

  • Daniel Baumann
    VonDaniel Baumann
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Facebook-Chef Mark Zuckerberg wollte zwar das Geld der Kapitalanleger haben - ohne aber nach ihren Regeln zu spielen. Zur Vorstellung der Bilanz kommt er nun nicht mehr im Schlabberpulli, sondern mit teilweise guten Zahlen.

Er schwänzte Investorenkonferenzen, tauchte im Schlabberpulli und Adiletten auf, wo andere im schwarzen Anzug kamen, und legte Wert darauf, Distanz zur Welt der Hochfinanz zu halten: Mark Zuckerberg wollte das Geld der Kapitalanleger für Facebook haben, aber er wollte nicht nach ihren Regeln spielen. So sah das im vergangenen Jahr vor dem Börsengang aus. Nun, nach der Vorlage des ersten Jahresabschlusses von Facebook als börsennotiertem Unternehmen lässt sich feststellten: Zuckerberg beugt sich inzwischen zumindest ein Stück weit den Märkten.

Um neue Geschäftsfelder, vielversprechende Produkte, verheißungsvolle Partnerschaften mit großen Konzernen und viele Beispiele, wie Facebook mehr Geld mit seinen Nutzern verdienen will, ging es in der Präsentation. Mark Zuckerberg spricht jetzt Business-English, er spricht die Sprache der Anleger. Sein seit jeher propagiertes Ziel, mit Facebook die Welt offener und verbundener zu machen, kam zwar auch diesmal vor, aber es trat hinter die geschäftlichen Aspekte zurück.

Aus wirtschaftlicher Sicht, so scheint es, fängt sich Facebook gerade: Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich an, von 3,7 auf 5,09 Milliarden Dollar. Wichtig dabei: Während Facebook vor einem Jahr auf mobilen Geräten so gut wie kein Geld verdiente, kam zuletzt gut ein Viertel der Einnahmen aus diesem Bereich. Ein großer Erfolg. Zudem konnten die Einnahmen pro Nutzer gesteigert werden: Im Gesamtjahr um sechs Prozent, im letzten Quartal sogar um 11,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Ein Zeichen dafür, dass Facebook im Laufe des vergangenen Jahres Fortschritte bei der Monetarisierung seiner Nutzerbasis gemacht hat – mit zahlreichen neuen Services für die Anzeigenkunden.

Durchwachsen ist die Bilanz, weil der Gewinn, die wichtigste Kennzahl, fiel: Auf noch 53 Millionen Dollar nach einer Milliarde im Vorjahr. Die Vergütung der Mitarbeiter im Zuge des Börsengangs und hohe Investitionen in neue „Geschäftsfelder“ kosten Geld. In naher Zukunft wird sich das nicht ändern. Zuckerberg kündigte an, dass die Kosten in diesem Jahr voraussichtlich schneller steigen werden als der Umsatz. Das sei aus seiner Sicht dennoch richtig: Er wolle ein langfristig erfolgreiches Geschäftsmodell sagte Zuckerberg. Diese Sprache verstehen auch Investoren.

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