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Lastwagenbauer

MAN-Konzern verlängert Kurzarbeit

MAN kämpft neben der Führungskrise und dem Schmiergeldskandal mit der anhaltend schwachen Nachfrage nach Lastwagen. Für 2010 stellt sich der Konzern auf weitere Kurzarbeit ein.

München. Der MAN-Konzern kämpft neben der Führungskrise und dem Schmiergeldskandal mit der anhaltend schwachen Nachfrage nach Lastwagen. Für das kommende Jahr stellt sich der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern wegen der schwachen Auftragslage bereits auf weitere Kurzarbeit ein.

Betriebsrat und Konzernspitze hätten sich grundsätzlich darauf verständigt, die bestehende Kurzarbeiterregelung bis Ende 2010 zu verlängern, sagte ein MAN-Sprecher am Samstag in München und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "Welt am Sonntag". Davon seien 12 000 Beschäftigte unter anderem in München, Nürnberg und Salzgitter betroffen. Die Einigung ist aber noch nicht unterschrieben.

Kündigungen seien kein Thema, sagte der Sprecher. Die IG Metall begrüßte die Einigung. "MAN unternimmt alle Anstrengungen, die Beschäftigten zu halten", sagte ein Sprecher der IG Metall in Bayern. Weltweit beschäftigt MAN rund 48 000 Menschen. Nach dem überraschenden Rücktritt von Vorstandschef Håkan Samuelsson am vergangenen Montag steht vorübergehend der Chef der Dieselmotoren- Sparte, Georg Pachta-Reyhofen, an der Spitze des Unternehmens. Für Finanzchef Karlheinz Hornung, der am Freitag seinen Hut nahm, ist noch kein Nachfolger benannt.

Pachta-Reyhofen wird nach Einschätzung von Branchenkennern noch über den Jahreswechsel im Amt bleiben. "Ich rechne nicht damit, dass wir vor dem Jahresende eine Entscheidung über die künftige Besetzung des Vorstandsvorsitzes haben werden", zitierte die Zeitung "Euro am Sonntag" aus dem Aufsichtsrat, ohne einen Namen zu nennen. Der MAN- Sprecher wollte sich nicht zu Personalien dazu äußern. "Die Besetzung von Vorstandspositionen ist Sache des Aufsichtsrats."

Samuelsson hatte mit seinem Rücktritt dem Vernehmen nach die Verantwortung für die Korruptionsaffäre übernommen, die das Unternehmen seit Mai in Atem hält. Damit hat der mächtige VW- Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch nun freie Bahn, die Allianz zwischen MAN, Volkswagen und dem schwedischen Lastwagenbauer Scania voranzutreiben. Volkswagen ist mit knapp unter 30 Prozent größter Aktionär von MAN und hält zudem mehr als 70 Prozent der Stimmrechte am schwedischen Lastwagenbauer Scania.

Die Integration von Scania und MAN in den Volkswagen-Konzern soll nach Informationen der "Wirtschaftswoche" VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch verantworten. Die neue Struktur des Volkswagen-Konzerns solle noch vor dem Jahr 2011 stehen, berichtete das Magazin. Geplant sei, dass MAN nach einer Erhöhung der Anteile von derzeit rund 30 auf über 50 Prozent gemeinsam mit der Marke Scania in eine neu zu schaffende Lastwagen-Gruppe integriert wird, deren Leitung Pötsch übernehme. Die Gruppe solle in der neuen Konzernstruktur gleichberechtigt neben einer weiteren Einheit stehen, in der die Pkw- Aktivitäten gebündelt werden. (dpa)

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