1. Startseite
  2. Wirtschaft

Malaysia Airlines ist "praktisch pleite"

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Nach zwei Abstürzen im vergangenen Jahr schreibt die Airlines hohe Verluste. Foto: Fazry Ismail/Archiv
Nach zwei Abstürzen im vergangenen Jahr schreibt die Airlines hohe Verluste. Foto: Fazry Ismail/Archiv © Fazry Ismail (EPA)

Die nach zwei Flugzeugkatastrophen angeschlagene Fluggesellschaft Malaysia Airlines will sich im Rahmen eines Sparkurses von 6000 Beschäftigten trennen. Ziel des Umbaus ist auch ein neues Image.

Der deutsche Manager Christoph Müller will mit dem Abbau tausender Stellen seinen neuen Arbeitgeber Malaysia Airlines retten. "Wir sind eigentlich pleite", sagte der frühere Aer-Lingus -Manager am Montag auf einer Pressekonferenz in Kuala Lumpur. Die Probleme des Staatsunternehmens haben lange vor den beiden Flugzeugabstürzen im vergangenen Jahr begonnen.

20.000 Beschäftigte erhielten am Montag ein Kündigungsschreiben, 14.000 von ihnen wurden anschließend wieder eingestellt. Damit streicht Malaysia Airlines wie angekündigt 6000 Stellen. Zudem will die Fluggesellschaft internationale Verbindungen seltener anbieten oder die Routen ganz streichen sowie dem Luftfahrtkonzern einen neuen Markenauftritt verpassen.

Das Unternehmen ist durch andere Traditionsgesellschaften und neue Billigflieger unter Druck geraten. Experten zufolge liegen die Kosten um 20 Prozent höher als bei Konkurrenten, etwa weil die Fluggesellschaft auf Geheiß der Regierung unprofitable Verbindungen anbietet und auf Druck der Gewerkschaften zu viel Personal beschäftigt.

Die Krise verschärfte sich im vergangenen Jahr, als im März Flug MH370 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwand. Das Wrack wurde nie gefunden. Im Sommer wurde Flug MH17 über der Ostukraine abgeschossen. Die Pläne für den Stellenabbau wurden bereits im August 2014 bekanntgegeben. Malaysia Airlines wird derzeit von dem Staatsfonds Khazanah Nasional kontrolliert (rtr/afp)

Auch interessant

Kommentare