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Die städtische Mainova steckt viel Geld in die Effektivität seiner Kraftwerke.
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Die städtische Mainova steckt viel Geld in die Effektivität seiner Kraftwerke.

Erneuerbare Energie

Mainova will 92 Millionen investieren

  • Friederike Tinnappel
    VonFriederike Tinnappel
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Der Energie-Konzern investiert auch in den kommenden Jahren in die erneuerbaren Energien, sieht aber zusätzlichen Handlungsbedarf beim Bund. Auch würden fossile Kraftwerke immer noch benötigt.

Der städtische Energie-Konzern Mainova hat auch im vergangenen Jahr seine Hausaufgaben gemacht: Es wurde kräftig in die Kraft-Wärme-Kopplung investiert und auch in den kommenden Jahren wird der Energie-Erzeuger viel Geld in die Hand nehmen, um seine Kraftwerke effektiv zu betreiben und die CO2-Emissionen weiter zu senken. Mainova-Chef Constantin Alsheimer sprach auf der Hauptversammlung des Konzerns am Mittwoch von „92 Millionen Euro in den kommenden Jahren".

Gleichzeitig wurden aber auch neue Technologien auf den Weg gebracht. Alsheimer erwähnte die jüngst in Betrieb gegangene Strom-zu-Gas-Anlage, durch die überschüssiger Strom im Gasnetz gespeichert werden kann. Mit Blick auf die erneuerbaren Energien sieht Alsheimer dringend Handlungsbedarf beim Bund: Würden alle Bundesländer ihre Ausbaupläne bis 2022 umsetzen, würden alle zusammen um rund 50 Prozent über das von der Bundesregierung angestrebte Ziel hinausschießen.

Effiziente Windkraft

Auch die im Zusammenhang mit der Energiewende immer wieder angeführte Dezentralisierung der Stromerzeugung sei „nicht in jedem Fall die beste Lösung“. In vielen Fällen sei die Produktion von Eigenstrom weniger effizient als die Stromerzeugung in größeren Anlagen, sagte Alsheimer. Die kosteneffizienteste Technologie sei derzeit die Windkraft.

Nach Einschätzung des Mainova-Chefs werden aber auch fossile Kraftwerke „auf absehbare Zeit“ benötigt. Neue Regelungen für den Umgang mit erneuerbaren Energien seien deshalb nur „ein Teil des Puzzles“. Was vor allem fehle sei „eine schlüssige Gesamtlösung“, bei der auch herkömmliche Kraftwerke berücksichtigt werden. Sie würden benötigt, um die Wetterabhängigkeit der erneuerbaren Energien auszugleichen. Alsheimer betonte, die Energiewende könne nur gelingen, wenn sie bezahlbar bleibe und die „finanziellen Belastungen für die Menschen nicht zu groß werden“. Auch die Wettbewerbsfähigkeit der industriellen Produktion dürfe nicht durch zu hohe Energiekosten geschwächt werden. Das gelte auch für stromintensive Dienstleister wie die Rechenzentren. Diese Unternehmen hätten Frankfurt in den vergangenen Jahren zum „digitalen Zentrum Europas“ gemacht.

Zur Freude der Aktionäre konnte die Mainova im vergangenen Jahr den Gewinn um 17 Millionen auf 136,6 Millionen Euro steigern. Auch beim Umsatz legte der Konzern um 10 Prozent auf 2,2 Milliarden zu.

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