Förderung

KI made in Germany

  • schließen
  • Andreas Niesmann
    Andreas Niesmann
    schließen

Die Regierung will die Forschung zur künstlichen Intelligenz forcieren.

Die Bundesregierung will bis zur Mitte des kommenden Jahrzehnts zusätzliche Milliarden-Mittel für Künstliche Intelligenz (KI) „made in Germany“ bereitstellen. „Bis einschließlich 2025 will der Bund insgesamt etwa drei Milliarden Euro für die Umsetzung der Strategie zur Verfügung stellen“, heißt es in der KI-Strategie der Bundesregierung, die am Donnerstag bei der Digitalklausur des Bundeskabinetts in Potsdam beschlossen werden soll.

Die Bundesregierung geht von erheblichen Folgeinvestitionen aus. „Die Hebelwirkung dieses Engagements auf Wirtschaft, Wissenschaft und Länder wird mindestens zur Verdoppelung dieser Mittel führen“, heißt es in der Vorlage.

Ziel der Strategie ist es, im globalen Wettbewerb um KI-Forschung und -Anwendungen Anschluss zu halten. „Deutschland soll zu einem weltweit führenden Standort für KI werden, insbesondere durch den umfassenden und schnellen Transfer von Forschungsergebnissen in Anwendungen sowie die Modernisierung der Verwaltung im Rahmen rechtsstaatlicher Anforderungen“, heißt es in der Strategie. „Artificial Intelligence (AI) made in Germany soll zum weltweit anerkannten Gütesiegel werden.“

Konkret will die Regierung bestehende Forschungszentren weiterentwickeln, so dass ein nationales KI-Netzwerk „mit mindestens zwölf Zentren und Anwendungshubs“ entsteht. Auch die Nachwuchsförderung soll ausgeweitet werden. „Mit mindestens 100 zusätzlichen neuen Professuren wollen wir ein breite Verankerung der KI an Hochschulen absichern“, heißt es in der Strategie. Zudem soll ein „deutsches Observatorium für Künstliche Intelligenz“ eingerichtet werden. Öffentliche Förderangebote im Bereich Wagniskapital will die Bundesregierung ausweiten. Insbesondere mittelständische Unternehmen sollen Unterstützung im KI-Bereich erhalten – durch „KI-Trainer“.

Das Bundeskabinett trifft sich an diesem Mittwoch im Potsdamer Hasso-Plattner-Institut zur Digitalklausur. Zum Programm gehört unter anderem ein Treffen mit den Mitgliedern der im Sommer eingesetzten Datenethikkommission. „Die Menge an nutzbaren qualitativ hochwertigen Daten muss zur Verwirklichung der Ziele dieser Strategie deutlich erhöht werden, ohne dabei Persönlichkeitsrechte, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung oder andere Grundrechte zu verletzen“, heißt es in der KI-Strategie der Bundesregierung.

Über dieses Dokument hinaus, das am Donnerstag im Rahmen einer formalen Kabinettssitzung auf den Weg gebracht werden soll, gibt es kaum Beschlussvorlagen. Zu den Themen, die in der Kabinettsrunde beraten werden sollen, zählen auch Cybersicherheit sowie der Ausbau der digitalen Infrastruktur.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare