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Fahrräder sind im Kommen (Symbolbild).

E-Bikes

Macht Platz für Fahrräder!

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E-Bikes und Fahrräder boomen, doch die meisten Gemeinden sind darauf nicht vorbereitet. Es braucht mehr und größere Fahrradwege. Ein Kommentar.

Jeder sechzehnte Haushalt in Deutschland verfügt mittlerweile über ein Fahrrad mit Elektroantrieb. Seit 2014 hat sich die Zahl der E-Bikes hierzulande fast verdoppelt, 3,1 Millionen Exemplare sind auf deutschen Straßen unterwegs.

Mit einem Ende des Booms ist so schnell nicht zu rechnen, schon weil die elektrische Antriebshilfe der Fahrradbranche ganz neue Käuferschichten erschließt: Auch gebrechliche oder konditionell schwächelnde Menschen, für die herkömmliches Radeln nicht in Frage kommt, finden Spaß am Pedalen ohne Überanstrengungsgefahr. Der Gesundheit des Einzelnen wie auch der Luftqualität in Deutschlands Städten ist der Trend zweifellos förderlich.

Allerdings sind die allermeisten Städte und Gemeinden auf das neuartige Verkehrsmittel gar nicht oder nur unzureichend eingestellt. Vielerorts fehlen Wegenetze, die das sichere Fortkommen gewährleisten könnten. In Zeiten drohender Fahrverbote für Dieselautos sollte der Auf- und Ausbau von Radwegen sowie der Vorrang für Radfahrer im Straßenverkehr Priorität besitzen. Wie das geht, zeigt die Stadt Münster seit Jahrzehnten beispielhaft.

Die Kommunen sollten ihre Verkehrsinfrastruktur zugunsten der Zweiräder und des öffentlichen Nahverkehrs umbauen, mit finanzieller Hilfe des Bundes. Der könnte die zusätzlichen Einnahmen aus der Lkw-Maut für Landstraßen beisteuern.

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