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Börse

Mach’s noch einmal

  • Thomas Magenheim-Hörmann
    VonThomas Magenheim-Hörmann
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Die Dax-Aktie des Jahres 2016 heißt erneut Adidas. Wieder ist der Börsenwert um rund 60 Prozent gestiegen. Ob es der Sportartikler es auch ein drittes Mal schafft?

Exakt zwölf Monate ist es her, dass der Sportartikelhersteller Adidas mit einem Wertzuwachs von rund 60 Prozent als bester Dax-Wert des Jahres 2015 durchs Ziel gehen konnte. Börsianer, Analysten sowie Aktionärsschützer spendeten Beifall und waren sich in einem einig: Einen ähnlichen Höhenflug würden die Franken 2016 nicht hinlegen. Das war ein Irrtum. Denn die Dax-Aktie des Jahres 2016 heißt erneut Adidas. Wieder ist der Börsenwert um rund 60 Prozent gestiegen auf nun über 30 Milliarden Euro. Siemens als zweitbester Dax-Wert des Jahres hat nicht einmal die Hälfte dieses Zuwachses geschafft. Der Dax selbst liegt im Jahresvergleich mit knapp sieben Prozent im Plus. Das verdeutlicht die Dynamik des Sportartikelherstellers auch auf dem Parkett.

Ein Plus von gut 140 Prozent auf rund 146 Euro je Aktie steht damit nach zwei Jahren bei den Herzogenaurachern zu Buche. Das sind Dimensionen, die man sonst nur von Start-up-Unternehmen kennt. Noch bemerkenswerter wird die Leistung, wenn man sie am US-Erzrivalen Nike spiegelt, dem zuletzt als unerreichbar geltenden Weltmarktführer der Branche. Denn bei der Marke mit dem Haken ist es 2016 speziell an der Börse in die andere Richtung gegangen. Rund 15 Prozent hat das lange erfolgsverwöhnte Nike-Papier dieses Jahr verloren und rangiert im US-Index Dow Jones damit auf den hinteren Plätzen.

Wer wie Thomas Hofmann längere Zeiträume im Blick hat, sieht die gespaltenen Entwicklung aber gelassen. „Nike ist immer noch viel profitabler“, sagt der Sportartikel-Analyst der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

Adrian Rott ist nach einem Treffen mit dem neuen Konzernchef Kasper Rorsted begeistert. Der Analyst der Deutschen Bank ist seitdem davon überzeugt, dass die Adidas-Aktie auch 2017 eine Kaufempfehlung bleibt. Der seit seiner Zeit beim Konsumgüterriesen Henkel als Margen-Magier titulierte Rorsted soll bei Adidas vor allem für eines sorgen: mehr Profitabilität. Rott zählt zu den 38 Prozent der Analysten, die Adidas ungebrochen auf ihrer Kaufliste führen. Hofmann vertritt jene Hälfte der Analysten die aktuell ein Halten empfehlen.

Wirklich unbeschwert sind die Franken trotz ihrer jüngsten Erfolgsgeschichten nicht. Das liegt an ihrer US-Tochter Reebok. Das Sorgenkind wächst zwar seit mittlerweile 15 Quartalen, aber eben nicht am US-Heimatmarkt. Zudem ist die Rentabilität nicht auf Adidas-Niveau. „Es ist klar, dass Reebok sich deutlich verbessern muss“, hat Rorsted jüngst in einem Interview betont. Wer mit ihm in den letzten Wochen gesprochen hat, weiß auch, dass der Däne in einem entscheidenden Punkt anders tickt als Vorgänger Hainer: Rorsted würde Reebok wohl abgeben, wenn die Rendite der Fitnessmarke nicht spürbar steigt. In den USA wurden die Geschäfte von Adidas und Reebok von ihm als eine seiner ersten Amtshandlungen getrennt, was man auch als Warnung verstehen darf.

Unter Hainer war ein Reebok-Verkauf tabu. Rorsted würde dagegen Nägel mit Köpfen machen, wie Hofmann sich ausdrückt. Potenzial sei noch in der Adidas-Aktie, viel aber schon eingepreist. „Nochmal werden sie es nicht schaffen“, sagt der Börsianer jedenfalls und meint damit die Aussichten, zum dritten Mal als bester Dax-Wert durchs Ziel zu gehen. Ähnlich hatte er allerdings auch vor einem Jahr gedacht.

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