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Linde will weniger Stellen streichen

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Handschlag: Linde-Chef Belloni und Praxair-Kollege Angel.
Handschlag: Linde-Chef Belloni und Praxair-Kollege Angel. © afp

Linde und Praxair weisen Befürchtungen vor einem massiven Stellenabbau im Laufe der Fusion zurück.

Einen Tag nach der Entscheidung des Linde-Aufsichtsrats für die Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair haben die Manager beider Unternehmen Befürchtungen vor einem massiven Stellenabbau entschieden zurückgewiesen. Praxair-Chef Steve Angel, der den neuen Gaskonzern führen soll, sagte am Freitag in München: „Der Anlagenbau wird viel mehr Arbeit bekommen.“ Linde-Chef Aldo Belloni sagte, er habe am Morgen mit Angel an einer Betriebsversammlung im größten Linde-Werk Pullach teilgenommen, und es habe sogar Applaus gegeben.

Der bayerische IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler befürchtet den Wegfall von bis zu 10 000 Stellen. „Wir werden gemeinsam mit der Belegschaft um den Erhalt der Linde-Kultur kämpfen und uns nicht von der zu erwartenden Rotstiftmentalität aus den USA einschüchtern lassen“, sagte er am Freitag in München.

Linde-Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle sagte, dank der Fusion streiche Linde nun statt geplanter 2000 Stellen nur noch 950 Stellen, gebe eine Beschäftigungsgarantie bis 2021 und erhalte den Standort Dresden. Angel sagte, bisher habe Praxair Anlagen bei US-Ingenieurfirmen gekauft – jetzt werde der Linde-Anlagenbau Hauptlieferant. (dpa)

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