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Philipp Lahm, früherer Fußball-Nationalspieler, ist seit dem Ende seiner Karriere als Unternehmer tätig.

Sixtus

Lahm streicht Jobs

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  • Bettina Stuhlweissenburg
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Von der Firma Sixtus bleibt nicht viel übrig.

Philipp Lahms Firma Sixtus steht vor dem Aus. Der Kahlschlag bei dem Unternehmen fällt allerdings schlimmer aus als zunächst befürchtet: Das Unternehmen mit Sitz in Hausham bei München, bei dem der Ex-Fußball-Nationalspieler seit Sommer 2017 alleiniger Gesellschafter ist, wird sich bei seinem Umzug Ende des Jahres nach Bad Aibling von fast allen Mitarbeitern und Produkten trennen. Dies wurde nun bei einer Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht in Holzkirchen bekannt.

20 betroffene Mitarbeiter wollen sich gegen ihre Kündigung wehren. Die Kündigung sei angeblich ohne Angabe von Gründen erfolgt, erklärte ein Anwalt der Klägerseite.

Von ehemals 31 Beschäftigten blieben am neuen Standort nur noch eine Teilzeitkraft und ein Azubi übrig, teilte Sixtus-Anwältin Birgit Baudisch mit. Das Produktportfolio von derzeit 220 Pflegeprodukten werde auf acht zusammengestrichen. Die Fertigung erfolge durch ein Drittunternehmen, der Außendienst werde komplett eingestellt.

„Ich habe großes Verständnis für den Unmut der Mitarbeiter, aber ich stelle mich der Verantwortung“, sagte Philipp Lahm dem „Münchner Merkur“. Mit der Marke Sixtus werde es weitergehen. „Die Zahlen sind seit vielen Jahren nicht gut, und damit das Unternehmen zukünftig wirtschaftlich arbeiten kann, müssen wir das Geschäftsmodell verändern“, sagte Lahm.

„In Hausham hat Sixtus 3850 Quadratmeter Nutzfläche. Ab Januar 2020 gibt es nur noch drei Schreibtische, ein Labor mit zwölf Quadratmetern und einen Kellerraum für Akten“, sagte Anwältin Baudisch. Den radikalen Schnitt bei Lahms Unternehmen begründete sie mit „erheblichen Verlusten“.

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