Handel

Läden verlieren Publikum

Immer mehr Kunden geben ihr Geld lieber im Internet aus.

Der Online-Handel boomt, die Einkaufsstraßen darben: Denn immer mehr Verbraucher sparen sich den Weg in die Innenstädte und geben ihr Geld lieber im Internet aus. Besonders der Modehandel, die Elektronikanbieter und die Einrichtungshäuser in den Einkaufsstraßen und Shopping-Centern leiden unter der Abwanderung der Kunden, wie aus dem am Montag veröffentlichten „Online-Monitor 2019“ des Handelsverbandes Deutschland hervorgeht.

Beispiel Mode: Im vergangenen Jahr gaben die Bundesbürger laut HDE im Internet rund 13,2 Milliarden Euro für Kleider, Jeans, Schuhe und Accessoires aus. Das war eine Milliarde Euro mehr als im Vorjahr. Und der Zuwachs ging eindeutig zu Lasten der stationären Händler. Denn bei ihnen fehlten am Ende im Jahresvergleich rund 1,1 Milliarden Euro in der Kasse - ein Umsatzrückgang von 3,1 Prozent.

Noch schlimmer war die Situation im stationären Elektrohandel – wo die Umsätze sogar um 4,3 Prozent zurückgingen. Nach Umsatz gerechnet werden inzwischen laut HDE fast ein Drittel der Einkäufe von Elektrogeräten (31 Prozent) und mehr als ein Viertel aller Modeeinkäufe (27,7 Prozent) online erledigt – mit steigender Tendenz.

Und der Online-Handel ist dabei, weitere Branchen zu erobern. So mussten die stationären Wohn- und Einrichtungshäuser im vergangenen Jahr Umsatzeinbußen von rund 1,4 Milliarden Euro hinnehmen – ein Rückgang um 4,3 Prozent. Gewinner war auch hier die Online-Konkurrenz, die sich über ein Umsatzplus von zehn Prozent freuen konnte. (dpa)

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