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VW hat wegen des Coronavirus die Produktion teilweise eingestellt. Ab April können Unternehmen leichter Kurzarbeit anmelden (Symbolbild).

Voraussetzungen 

Kurzarbeit wegen des Coronavirus Sars-CoV-2: Was Sie jetzt wissen müssen

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Immer mehr Unternehmen beantragen wegen des Coronavirus Kurzarbeit. Das bedeutet die Umstellung für Arbeitnehmer und ihren Geldbeutel.

  • Wegen des Coronavirus geht die Wirtschaft in die Knie
  • Unternehmen führen jetzt Kurzarbeit ein
  • Was hat das für Auswirkungen auf das Gehalt und Geld der Arbeitnehmer?

Wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 befindet sich die Wirtschaft und damit auch der Deutsche Aktienindex DAX aktuell auf Talfahrt. Volkswagen (VW) hat die Produktion in zahlreichen Werken wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorübergehend ausgesetzt. Um die Folgen der Coronavirus-Pandemie für die deutsche Wirtschaft einzudämmen, hat die Bundesregierung eine Änderung beim Kurzarbeitsgesetz beschlossen. 

Rückwirkend ab März können Unternehmen Kurzarbeit anmelden. Arbeitgeber müssen keine Sozialversicherungsbeiträge mehr zahlen und auch Leiharbeiter sollen künftig in Kurzarbeit gehen können. Doch was passiert, wenn der Arbeitgeber Kurzarbeit anordnet? Wer zahlt mein Gehalt? Welche Voraussetzungen gibt es? Wie funktioniert das mit der Antragstellung wegen Kurzarbeit in Folge des Coronavirus?

Coronavirus-Pandemie: Was ist eigentlich Kurzarbeit?

Betriebe können aus wirtschaftlichen Gründen, beispielsweise im Fall der Coronavirus-Wirtschaftskrise oder wenn wegen eines unabwendbaren Ereignisses die Arbeitszeit vorübergehend verringert werden muss, Kurzarbeit anmelden. Zweck der Kurzarbeit ist es, bei einem vorübergehenden Arbeitsausfall die Weiterbeschäftigung der Arbeitnehmer zu ermöglichen. Außerdem wollen Unternehmen Entlassungen vermeiden. Gezahlt wird das Kurzarbeitergeld von der Agentur für Arbeit

Was sind die Voraussetzungen für die Auszahlung des Kurzarbeitergelds?

Anspruch auf Kurzarbeitergeld, zum Beispiel wegen den Folgen des Coronavirus, haben Arbeitnehmer unter folgenden Voraussetzungen:

  • In einem Betrieb liegt ein erheblicher Arbeitsausfall vor
  • Außerdem muss ein Lohnausfall bestehen
  • Mindestens ein Arbeitnehmer muss im Betrieb angestellt sein
  • Es muss insbesondere eine ungekündigte, versicherungspflichtige Beschäftigung bestehen
  • Außerdem muss der Betrieb oder die Betriebsvertretung der Agentur für Arbeit unverzüglich schriftlich die Kurzarbeit anzeigen

Kurzarbeit: Was sind die Voraussetzungen für einen erheblichen Arbeitsausfall?

Um Geld für Kurzarbeit zu bekommen, muss ein erheblicher Arbeitsausfall vorliegen.

  • Es müssen wirtschaftliche Gründe vorliegen
  • Dazu zählen eine schlechter Konjunkturlage oder ein unabwendbares Ereignis (z.B. eine Flut oder auch die Ausbreitung des Coronavirus)
  • Das Ereignis darf nicht vermeidbar sein
  • Mindestens zehn Prozent der Beschäftigten haben im jeweiligen Monat einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als zehn Prozent
  • Vorübergehend ist ein Arbeitsausfall, wenn damit gerechnet werden kann, dass innerhalb der Bezugsdauer von Kurzarbeitsgeld wieder Vollarbeit eintritt

Kurzarbeit und das Geld: Wann ist ein Arbeitsausfall vermeidbar?

Viele Arbeitnehmer fragen sich auch bei Kurzarbeit und der Auszahlung des Geldes, wann ein Arbeitsausfall vermeidbar ist.

  • Ein Arbeitsausfall ist vermeidbar, wenn er branchenüblich, betriebsüblich oder auf betriebsorganisatorischen Gründen beruht
  • Vorrangige Urlaubswünsche der Arbeitnehmer dürften der Urlaubsgewährung nicht im Wege stehen und müssen unvermeidbar sein

Kurzarbeit: Wie lange und wie viel Geld bekommen Arbeitnehmer?

Insgesamt können Arbeitnehmer das Geld für Kurzarbeit 12 Monate lang bekommen. Das gilt auch im Falle des Coronavirus. Die Dauer kann sogar auf bis zu 24 Monate verlängert werden. Das Kurzarbeitergeld ist vom Nettogehaltsausfall abhängig. Arbeitnehmer bekommen grundsätzlich 60 Prozent vom Nettolohn. Wenn ein Kind im Haushalt wohnt, beträgt das Kurzarbeitergeld 67 Prozent vom Nettolohn.

Geld während Kurzarbeit: Wie funktioniert das mit der Antragstellung?

Geld während der Kurzarbeit wird auf Antrag des Arbeitgebers oder der Betriebsvertretung gezahlt. Arbeitgeber oder Betriebsvertretung müssen den Antrag auf Kurzarbeitsgeld innerhalb von drei Monaten bei der jeweils zuständigen Agentur für Arbeit einreichen. Zuständig ist die Agentur für Arbeit, in deren Bezirk die für den Arbeitgeber zuständige Lohnabrechnungsstelle liegt. Die Frist beginnt mit Verstreichen des Monats, in dem Kurzarbeitergeld erstmals beantragt wurde. 

Aber wie konnte es überhaupt zu dem Börsencrash kommen? Das Coronavirus ist nur eine der Ursachen.

Nicht nur mit Kurzarbeit wollen Unternehmen Geld sparen: Immer mehr große Händler wollen ihren Vermietern keine Miete mehr überweisen. Nicht nur die Immobilienwirtschaft prangert das als unsolidarisch an.

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