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Die Zahl der Arbeitslosen ist im Februar aufgrund der flauen Konjunktur um 63.000 gestiegen.
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Die Zahl der Arbeitslosen ist im Februar aufgrund der flauen Konjunktur um 63.000 gestiegen.

Arbeitsmarkt

Kurzarbeit dämpft Einbruch

Die Zahl der Erwerbslosen ist im Februar weiter gestiegen. Nur die wachsende Kurzarbeit verhindert eine noch stärkere Zunahme. Von Roland Bunzenthal

Von Roland Bunzenthal

Frankfurt. Keine Anzeichen von Massenentlassungen kann Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA) erkennen. Vor allem das erweiterte Kurzarbeitergeld habe dies bislang verhindert. Und doch berichtet er über 769.000 Menschen, die sich im Februar bei den Behörden arbeitslos gemeldet haben - 17 Prozent mehr als vor einem Jahr. Über die Hälfte davon hatte zuvor einen festen Job in der Wirtschaft verloren.

Zwar haben sich auch 700.000 Frauen und Männer aus der registrierten Arbeitslosigkeit verabschiedet - viele davon in die "Stille Reserve" der Förderkurse, Vorruheständler oder Kindererziehungen. Weise spricht in diesem Zusammenhang von zusätzlich 1,5 Millionen "Unterbeschäftigten".

Es bleibt bei den Erwerbslosen als Saldo ein Anstieg um 63.000 auf 3,55 Millionen Menschen. Davon gehen zwei Drittel auf das Konto der Konjunkturkrise. Dieser Effekt spiegelt sich in der Zunahme der saisonbereinigten Zahlen um 40000 Betroffene wider.

Trotz der anhaltenden Krisenzeichen glaubt Weise, dass die Februar-Zahlen, die noch immer leicht unter dem Vorjahresstand liegen, in etwa auch den Durchschnitt für 2009 insgesamt widergeben. Die Vier-Millionen-Marke sei jedenfalls noch nicht in Sicht.

Kurzarbeiter vorsorglich angemeldet

Seinen Optimismus schöpft der BA-Chef aus der regen Inanspruchnahme der gerade finanziell aufgebesserten Kurzarbeiterregelung. Erste Hochrechnungen ließen darauf schließen, dass die Arbeitgeber im Februar allein rund 670.000 Kurzarbeiter vorsorglich anmeldeten.

Vor Beginn einer Verkürzung müssen die Betriebe den voraussichtlichen Arbeitszeitausfall anzeigen. Im Januar gingen 346.000 entsprechende Anzeigen ein. Durchschnittlich fällt bei jedem Betroffenen etwas mehr als ein Drittel der normalen Arbeitszeit aus. Die angemeldete Dauer betrage in den meisten Fällen sechs bis acht Monate.

Daraus schließen die Nürnberger Experten, dass die Unternehmen gewillt sind, ihre aktuell nicht benötigten Beschäftigten bis zur Jahresmitte zu halten. Erst dann werde sich zeigen, ob eine konjunkturelle Erholung absehbar ist oder die Krise zu Massenentlassungen führt.

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