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Frank-Thomas Wenzel ist Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Rundschau.
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Frank-Thomas Wenzel ist Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Rundschau.

Kommentar

Kuhhandel

  • Frank-Thomas Wenzel
    VonFrank-Thomas Wenzel
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Die Telekom steht vor der 19. Umstrukturierung in gut 13 Jahren. Einige dieser Umbauprogramme waren purer Aktionismus, haben vor allem den Beratern gedient,

Die Telekom steht vor der 19. Umstrukturierung in gut 13 Jahren. Einige dieser Umbauprogramme waren purer Aktionismus, haben vor allem den Beratern gedient, die sie ausgeheckt hatten. Noch ist unklar, was die 19. Strukturierung für die Belegschaft bedeutet, ob sie womöglich nur ein weiterer Versuch von dumpfer Kostendrückerei ist, der letztlich vor allem auf die Knochen der Beschäftigten geht.

Aber immerhin hat das Konzept einiges an Plausibilität. Die Festnetz- und die Mobilfunksparte in Deutschland sollen fusioniert werden. Das nährt für Kunden die Hoffnung, dass die Telekom es endlich schafft, integrierte Produkte mit attraktiven Preisen anzubieten, die Internet, Internetfernsehen, Telefonieren unterwegs und zu Hause zusammenbringen.

Viel kleinere Wettbewerber wie O2 oder Vodafone/Arcor waren mit ihren Paketen aus schnellem Internet und Mobilfunk schneller. Der Markt verlangt diese so genannten Konvergenzprodukte. Deshalb ist die 19. Umstrukturierung überfällig. Sie kann im günstigsten Fall helfen, den Markt für neue Dienste wie mobiles Internet zu erschließen.

Im ungünstigsten Fall bewirkt der Umbau genau das Gegenteil - wenn Regulierungsbehörde und Bundesregierung nicht aufpassen. Die Produkte werden komplexer, umso wichtiger ist es, klare Bedingungen vorzugeben. Genau das versucht die Telekom zu unterlaufen. Sie will ihren Konkurrenten eine höhere Miete für die letzte Meile im Festnetz abknöpfen, als Gegenleistung für den Ausbau schnellen DSL-Internetleitungen auf dem Land.

Die Regierung und der Regulierer dürfen sich nicht auf diesen Kuhhandel einlassen. Denn ein günstiger Mietpreis für die letzte Meile ist die Grundlage dafür, dass die T-Konkurrenten wettbewerbsfähige Angebote aus schnellem Internet und Mobilfunk machen können.

Nur damit geht es in der Telekommunikation im Allgemeinen und letztlich beim Breitband-Ausbau, dem Lieblingsprojekt der Kanzlerin, voran. Das Vorbild ist der Mobilfunk: Der Markt wurde seinerzeit nur deshalb rasant erschlossen, weil es eine Hand voll Konkurrenten gab, die mit ähnlichen Voraussetzungen an den Start gingen. Seite 20

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