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Kritisch ist die Lage hingegen, wenn in Randlagen oder auf dem Land Apotheken schließen.
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Kritisch ist die Lage hingegen, wenn in Randlagen oder auf dem Land Apotheken schließen.

Apotheken

Kritische Lage auf dem Land

  • Tim Szent-Ivanyi
    VonTim Szent-Ivanyi
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Die SPD muss in den Koalitionsverhandlungen standhaft bleiben und darf das vom Apotheker-Verband geforderte Verbot des Versandhandels nicht akzeptieren. Ein Kommentar.

Noch vor einiger Zeit schreckte der Apotheker-Verband Abda regelmäßig einmal im Jahr die Bevölkerung auf. Dann war von einem massiven Apothekensterben die Rede und davon, dass bald die Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten nicht mehr gewährleistet sei. Die neusten Daten zeigen, dass die Zahl der Apotheker weiter zurückgeht.

Die Abda hat aber vor einigen Jahren ihre Politik geändert und hält weitgehend still – aus gutem Grund. Trotz der Schließungen ist die Apothekendichte hoch, vor allen in lukrativen Innenstadtlagen treten sich die Apotheker geradezu auf die Füße. Der Wettbewerb ist hart – jede geschlossene Apotheke ist ein Konkurrent weniger. Und längere Wege muss dadurch kein Patient in Kauf nehmen.

Kritisch ist die Lage hingegen, wenn in Randlagen oder auf dem Land Apotheken schließen. Das hat aber oft nichts mit einer angeblich verfehlten Gesundheitspolitik zu tun, sondern schlicht damit, dass die Inhaber keinen Nachfolger finden. Hier kann ein neues Vergütungssystem helfen, das mehr Anreize schafft. Zudem muss der Versandhandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten erlaubt bleiben, weil er gerade auf dem Land Versorgungslücken schließen kann. 

Mit der Forderung, den Versandhandel zu verbieten, geht es der Abda nur darum, lästige Konkurrenz fernzuhalten. Die SPD muss in den Koalitionsverhandlungen standhaft bleiben und darf das von der Union unterstützte Verbot nicht akzeptieren. 

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