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Kräftenachfrage auf Rekordniveau

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt weiter auf Rekordniveau - und ist im März sogar noch einmal leicht gestiegen. ...

Nürnberg. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt weiter auf Rekordniveau - und ist im März sogar noch einmal leicht gestiegen. Seit vielen Jahren hätten deutsche Unternehmen nicht mehr so viele neue Mitarbeiter gesucht wie derzeit.

Dies teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch bei der Bekanntgabe ihres monatlichen Beschäftigungsindexes BA-X mit. Allerdings habe sich die Wachstumsdynamik etwas abgeschwächt. Der entsprechende Indikator habe sich im März nur noch um einen Zähler auf 165 verbessert, teilte die BA mit. In den Vormonaten hatte der von der Bundesagentur errechnete Indikator monatliche Sprünge von 4 bis 5 Punkten gemacht.

«Ob der BA-X in den kommenden Monaten noch weiter steigt, bleibt abzuwarten», betonte die Nürnberger Bundesbehörde. Aktuell hätten Unternehmen jedenfalls viele freie Stellen. Vor allem Zeitarbeitsunternehmen suchten nach Arbeitskräften: Jede dritte gemeldete freie Stelle stamme von dieser Branche. Aber auch im Handel, im Bausektor, in der Gastronomie und im Gesundheitssektor würden Arbeitskräfte gesucht.

Der Jobaufschwung hat nach Einschätzung von Arbeitsmarktexperten auch im März an Fahrt gewonnen. Nach Berechnungen von Bankenvolkswirten ist die Zahl der Erwerbslosen zum Beginn des Frühlings um rund 90 000 auf 3,22 Millionen gesunken. Dies wären rund 335 000 weniger als vor einem Jahr. Selbst nach Abzug von Saisoneffekten ist die Arbeitslosigkeit im März zwischen 30 000 und 40 000 zurückgegangen.

Für Schub sorgt nach Schneiders Einschätzung das gute Exportgeschäft und das zweistellige Wachstum bei Ausrüstungsinvestitionen. Die offiziellen Arbeitsmarktzahlen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) an diesem Donnerstag (31. März) in Nürnberg bekanntgeben.

Die Japan-Krise stellt nach Einschätzung deutscher Großbanken derzeit noch kein Risiko für den deutschen Arbeitsmarkt dar. Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld räumte zwar ein, dass Prognosen nach dem schweren Erdbeben in Japan und der Libyen-Krise schwieriger geworden seien. «Ich gehe aber im Moment noch nicht davon aus, dass diese Faktoren Schleifspuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen», sagte er.

Der Arbeitsmarkt-Experte der DZ-Bank, Glenn Marci, hält es sogar für möglich, dass die deutsche Wirtschaft und damit auch der Arbeitsmarkt von Produktionsproblemen in Japan profitiert. «Japan ist eher Konkurrent der deutschen Industrie. Wenn es in Japan bei hoch technologisch hochwertigen Gütern zu Lieferengpässen kommt, könnte es zu Verschiebeeffekten nach Deutschland kommen», meint Marci. Ansonsten hielten sich die Verflechtungen der deutschen und japanischen Wirtschaft in Grenzen. (dpa)

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