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Marit Wienzek (Mitte) mit ihrem Team.

Hessischer Gründerpreis

Kosmetikschule mit Zukunft

Zielgruppe der Berufsfachschule für Kosmetik sind alle Interessenten an einer Ausbildung im Bereich staatlich geprüfte Kosmetik, Fachkosmetik und Fußpflege.

Marit Wienzek (Mitte) hat die „Private Wiesbadener Berufsfachschule für Kosmetik“ von der Gründerin übernommen. Wienzek will Traditionen erhalten und mit aktuellen Anforderungen verknüpfen.

Wer braucht Sie?

Zielgruppe der Berufsfachschule für Kosmetik sind alle Interessenten an einer Ausbildung im Bereich staatlich geprüfte Kosmetik, Fachkosmetik und Fußpflege. Für die Meisterklasse können sich ausgebildete Kosmetiker*innen bundesweit bewerben. Darüber hinaus gehören zur Zielgruppe Personen, die Sonderkurse zur Weiterbildung belegen. Weiterhin bemühen wir uns um Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen, die von den Arbeitsagenturen der Bundesagenturen für Arbeit oder den Kommunalen Jobcentern vermittelt werden.

Warum haben Sie gegründet?

Ich war auf der Suche nach einer beruflichen Veränderung, einer neuen Herausforderung. Mein ganzes Leben ist von der Leidenschaft geprägt, Erwachsene beim Lernen während der Berufsausbildung zu unterstützen. Als sich die Möglichkeit bot, die Berufsfachschule für Kosmetik zu übernehmen, wusste ich sofort, dass es die richtige Entscheidung ist, die Chance, eine fast 60-jährige Ausbildungsform zu erhalten.

Wer hat in Sie investiert/wer nicht?

Mein familiäres und privates Umfeld, die mich durchweg in meiner Entscheidung bestärkt haben. Aber auch das komplette Team der Kosmetikschule stand von Anfang an hinter mir. Das Vertrauen und die Unterstützung einer engagierten und sehr kompetenten Bankberaterin sowie meines Steuerbüros haben erheblich zur erfolgreichen Gründung beigetragen.

Was war die größte Hürde?

Neben der Herausforderung, ein neues Berufsfeld zu erschließen und die Verantwortung für ein Team und die Schüler*innen zu übernehmen, zählte zu den größten Hürden eine Standorterweiterung. Aufgrund der Kündigung einer Nutzungsvereinbarung wurde der komplette Ausbildungsbereich Fußpflege ausgelagert. In unmittelbarer Nähe eröffnete die Berufsfachschule im Juli dieses Jahrs ein Fußpflegezentrum. Aber auch diesen Schritt haben wir als Team sehr gut umgesetzt.

Wo brennt es im Betrieb?

Nach Abschluss der Auslagerung des Fußpflegebereichs gibt es zurzeit keine brennenden Probleme.

Was ist der große Traum?

Meine Vision ist es, zukünftig mehr als die klassische Ausbildung anzubieten. Ich möchte mit den aktuellen Trends gehen, einige Ausbildungsbereiche ergänzen bzw. intensivieren. Die Schule soll zu einem Ort werden, an dem das Lernen zum Erlebnis wird.

Sie unterrichten auch Politik. Welche Rolle spielt Politik im Berufsalltag einer Kosmetikerin?

Politik spielt im Berufsalltag einer Kosmetikerin eher eine untergeordnete Rolle. Allerdings ist das Verständnis für Entscheidungen politischer Gremien, soweit sie das Berufsfeld der Kosmetik betreffen, notwendig, um diese in der täglichen Arbeit umzusetzen zu können. Über das Verstehen hinaus wird die Anwendung neuer Regelungen in der Hygieneverordnung des Landes Hessen oder von Verboten von bestimmten Bestandteilen in Kosmetikprodukten unterrichtet.

Das sagt die Jury:

Die Gründerin hat sich mit großem Mut der Herausforderung eines kriselnden Unternehmens gestellt und es mit Modernisierungsmaßnahmen zukunftsfähig ausgerichtet.

Partnerschaft:Die Frankfurter Rundschau unterstützt auch in diesem Jahr wieder den Hessischen Gründerpreis. Bis zum Finale am 1. November in Wetzlar stellen wir die zwölf besten Gründerinnen und Gründer vor.

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