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Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt, gibt die Arbeitsmarktzahlen für August bekannt.
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Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt, gibt die Arbeitsmarktzahlen für August bekannt.

Arbeitsmarkt Ost

Die Kluft wird kleiner

  • VonEva Roth
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Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland nochmal gesunken – im Osten gab es erstmals seit den 1990er Jahren weniger als eine Million Jobsucher. Klingt gut. Doch Forscher schütten Wasser in den Wein.

Bundesweit waren im August 3,19 Millionen Menschen offiziell als arbeitslos gemeldet, das waren rund 280.000 weniger als vor einem Jahr. „Der Arbeitsmarkt ist so gut wie auf Vorkrisenniveau“, sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Derzeit gebe es sogar 93.000 sozialversicherungspflichtige Jobs mehr als vor der Krise im Oktober 2008.

In Ostdeutschland gab es saisonbereinigt rund 988.000 Jobsuchende – so wenig wie noch nie seit Beginn der gesamtdeutschen Statistik Anfang der 1990er Jahre. Das „exorbitant starke Wachstum“ der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal sei ein Grund für den Rückgang, sagt Hans-Ulrich Brautzsch, Arbeitsmarktexperte beim Institut für Wirtschaftsforschung Halle, der Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau. Die zweite wichtige Ursache: In den neuen Bundesländern sinkt das Angebot an Arbeitskräften. Viele Menschen sind in den Westen umgezogen, und die Zahl der Geburten ist nach der Wiedervereinigung drastisch gesunken.

Allerdings ist die Arbeitslosenquote im Osten immer noch viel höher als im Westen: In den neuen Bundesländern liegt die Rate bei 11,5 Prozent, in den alten bei 6,6 Prozent. Die Kluft ist zwar kleiner geworden, sie wird aber auf absehbare Zeit nicht ganz verschwinden, meint Brautzsch. Im Osten fehlten schlicht Arbeitsplätze, zudem sei die „Erwerbsneigung“ der Menschen größer. So suchten – anders als im Westen – sehr viele Frauen eine Vollzeitstelle. In den neuen Bundesländern ist das Lohnniveau nämlich so niedrig, dass viele Paare und Familien nicht mit einem Einkommen klarkommen.

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