Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

GASTWIRTSCHAFT

Klimapolitik als Investitionschance

Die globale Klimapolitik entwickelt sich dynamisch weiter. Dabei geht es auch um vielversprechende Innovationen, wie die Fachmesse „Innovate4Climate“ in Frankfurt zeigt.

Von Steffen Bauer

Als vor zwei Wochen in Bonn die jüngste Verhandlungsrunde der internationalen Klimapolitik zu Ende ging, fühlte man sich an den schleppenden Prozess vor dem Abschluss des Pariser Klimaabkommens von 2015 erinnert. Statt sich in maßgeblichen Fragen zu einigen, verständigten sich die Unterhändler auf eine zusätzliche Verhandlungsrunde in Bangkok im September. Ob es gelingt, die Umsetzung des Pariser Abkommens beim kommenden UN-Klimagipfel im Dezember in Polen durch ein verbindliches Regelwerk abzusichern, bleibt somit offen.

Dies sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die globale Klimapolitik sich dynamisch weiterentwickelt. Dabei geht es neben zwischenstaatlich relevanten Umsetzungsfragen immer auch um vielversprechende Innovationen und damit verbundene Investitionsmöglichkeiten. Längst ist aus dem Bestreben um globalen Klimaschutz und einer Dekarbonisierung der Weltwirtschaft ein milliardenschwerer Markt geworden.

Wer daran zweifelt, kann sich in diesen Tagen auf der Fachmesse „Innovate4Climate“ in Frankfurt ein eigenes Bild machen. Finanzwelt, Technologieunternehmen und Klimapolitik werden sich auf der Frankfurter Messe die Klinke in die Hand geben, um über die Mobilisierung öffentlicher wie privater Investitionen zu fachsimpeln, die nicht nur klimapolitischen Erfolg, sondern auch wirtschaftliche Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit verheißen.

Das ist nicht neu. Schon heute werden beträchtliche Investitionen von fossilen Energieressourcen zu grünen Technologien und erneuerbaren Energieträgern hin umgeschichtet. Das Pariser Klimaabkommen stellt dabei die für Investoren so wichtige Erwartungsverlässlichkeit her: Die Politik meint es ernst mit dem Klimaschutz, die Trendwende zu einer kohlenstoffarmen Weltwirtschaft ist verbrieft und völkerrechtlich versiegelt.

So lange der internationale Klimaprozess nicht völlig aus dem Gleis springt, sind verhandlungstaktische Warteschleifen zur Klärung politischer und rechtlicher Detailfragen einzupreisen. Eine zusätzliche Verhandlungsrunde ist verschmerzbar, vielleicht sogar sinnvoll, wenn das in Polen zu beschließende Regelwerk schlussendlich die Planungssicherheit erhöht und Investitionen in klimapolitisch notwendige Innovationen noch attraktiver macht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare