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Fast drei Jahrzehnte internationale Klimapolitik waren weitgehend wirkungslos Klimaforscher sagen: Die 2020er-Jahre müssen die Wende bringen.
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Fast drei Jahrzehnte internationale Klimapolitik waren weitgehend wirkungslos Klimaforscher sagen: Die 2020er-Jahre müssen die Wende bringen.

Klimaschutz

Was 2021 geschehen muss, um das Klima zu retten

  • Joachim Wille
    vonJoachim Wille
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Die Zeit für eine nachhaltige Wende beim Klimaschutz wird knapp. Zehn Vorsätze, die wir in diesem Jahr in die Tat umsetzen müssen, um eine katastrophale Erderwärmung zu verhindern.

  • Die Erderwärmung ist bereits um 1,2 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau angestiegen.
  • Ein Umdenken bei der Klimapolitik in vielen Bereichen des Alltags ist notwendig.
  • 2021 ist ein gutes Jahr für einen effektiveren Klimaschutz.

Der Kampf gegen den Klimawandel braucht einen Turbo. Denn die Zeit zur Stabilisierung des Temperaturniveaus bei 1,5 bis zwei Grad Erwärmung gegenüber vorindustrieller Zeit wird knapp. Fast drei Jahrzehnte internationale Klimapolitik waren weitgehend wirkungslos – die Treibhausgas-Emissionen sind weiter deutlich angestiegen, statt zu sinken. Klimaforscher sagen: Die 2020er-Jahre müssen die Wende bringen, sonst sind katastrophale Klimaveränderungen nicht mehr zu verhindern.

Weltklimarat IPCC: 1,5-Grad-Ziel ist noch möglich

Ein radikales Umsteuern in Energie, Industrie, Verkehr, Landwirtschaft und Naturschutz ist notwendig, um das Ziel der Weltklimakonvention von 1992 noch zu erreichen. Beim UN-Erdgipfel in Rio de Janeiro beschlossen die Staaten der Erde darin, eine „gefährliche Störung des Klimasystems“ zu verhindern. Doch inzwischen ist die globale Mitteltemperatur bereits um 1,2 Grad angestiegen. Das heißt: Das 1,5-Grad-Limit wird ohne radikale Emissionsminderungen bereits in ein bis zwei Jahrzehnten überschritten werden.

Doch die Lage ist nicht aussichtslos. Der Weltklimarat IPCC betonte in seinem 2018 vorgelegten Report zum 1,5-Grad-Limit: Dieses Ziel ist noch erreichbar, wenn die globalen Emissionen ab 2020 radikal gesenkt werden - nämlich um 7,6 Prozent pro Jahr. 2020 wurde dieser Wert tatsächlich fast erreicht - allerdings nicht dank intelligenter Klimapolitik, sondern wegen der weltweit durchgeführten Corona-Lockdowns.

Klimapolitik: Chefin des UN-Umweltprogramms fordert Regierungen „grünen Aufschwung“ nach Corona

Natürlich will niemand weitere Pandemie-Lockdowns als neue Klimapolitik. Trotzdem kann 2021 ein Startpunkt für die überfällige radikale Klimawende werden. So erwartet das UN-Umweltprogramm UNEP: Die von vielen Staaten geplanten Corona-Konjunkturprogramme können die globalen CO2-Emissionen bis 2030 so weit senken, dass zumindest das Zwei-Grad-Ziel erreichbar wird. Voraussetzung allerdings: Sie müssen „grün“ ausgerichtet werden. Der Fokus müsse auf der Förderung klimafreundlicher Energieträger, dem Abbau fossiler Subventionen, der Wiederaufforstung und anderen ökologischen Maßnahmen liegen. Unep-Chefin Inger Andersen forderte die Regierungen deswegen „dringend“ auf, sich für „einen grünen Aufschwung einzusetzen und ihre Klimaschutz-Ambitionen 2021 deutlich zu erhöhen“.

Das Jahr 2021 ist noch jung, die Möglichkeitsräume sind groß. Wir listen auf, was nun alles passieren müsste – vom CO2-Preis über Fridays-for-Future 2.0 bis zum Kilometersparen.

Klimaschutz: Comeback für Fridays for Future

Die „Fridays für Future“-Bewegung mischt seit ihrer Entstehung 2018 die Politik auf. Ohne sie hätte es keine weltweiten Klimastreiks, kein „Green Deal“-Projekt der Europäischen Union, kein Klimapaket der Bundesregierung gegeben. Das war 2019 und Anfang 2020. Dann kam Corona, seither ist FFF nur noch ein Schatten seiner selbst. Doch das darf nicht so bleiben. Im Jahr 2021 braucht es eine Renaissance der globalen Klimaschutzbewegung.

FFF 2.0 muss in der breiten Öffentlichkeit einen erneuten Bewusstseinsschub auslösen: die Erkenntnis, dass die Bedrohung durch die Pandemie aufgrund einer Zoonose und diejenige durch die Klimakrise letzten Endes dieselbe Wurzel haben, nämlich das Überschreiten der Natur-Grenzen durch den Menschen. Alle müssen dann wissen: Ein maßvollerer Umgang mit der Natur ist überlebenswichtig, weil sonst noch viel schlimmere Pandemien und Katastrophen drohen. Und FFF 2.0 muss Druck machen, dass die Corona-Wiederaufbauhilfen zum nachhaltigen Umbau der Industriegesellschaften genutzt werden.

Ernst machen auf UN-Klimagipfel in Glasgow

Der Weltklimagipfel in Paris 2015 war ein Durchbruch. Erstmals verpflichteten sich praktisch alle Staaten der Welt, CO2 zu sparen und die Anpassung an den schon nicht mehr zu verhindernden Klimawandel zu verbessern.

Jedoch: Worte und Taten passen nicht zusammen. Statt auf einem 1,5- bis Zwei-Grad-Pfad sind die knapp 200 Länder mit der aktuellen Klimapolitik auf einem Drei-Grad-Kurs. Der nächste UN-Klimagipfel im Herbst im schottischen Glasgow muss deswegen die Wende bringen. Konkret: Die Regierungen müssen neue, radikal verschärfte nationale CO2-Reduktionspläne für 2030 einreichen, die sie auf den richtigen Kurs bringen. Das ist überfällig. Eigentlich sollten alle Länder die neuen Pläne schon 2020 vorlegen, so steht es im Paris-Vertrag. Aber nur eine Handvoll hat es bisher getan. Aber es gibt Lichtblicke. Klimaexpert:innen haben ausgerechnet: Machen Staaten wie China, die EU-Länder, Japan und Kanada ihre inzwischen vorliegenden Ankündigungen dazu wahr, könnt es damit gelingen, die Erwärmung auf 2,1 Grad zu begrenzen. Das wäre schon deutlich näher am Paris-Ziel als bisher erwartet.

Klimapolitik der G20: Jede Tonne CO2 muss verursachte Klimakosten abdecken

Marktwirtschaften funktionieren nur dann nachhaltig, wenn die Preise auch die ökologische Wahrheit sagen. Bisher wird die Atmosphäre weltweit für den größten Anteil der Treibhausgase als kostenlose Deponie benutzt. Dieser Zustand muss schnellstmöglich beendet werden. Der nächste G20-Gipfel der großen Industrie- und Schwellenländer (2021 in Italien), die für rund 80 Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich sind, sollte hierzu einen Grundsatzbeschluss fassen: Es wird, G20-weit, schrittweise eine CO2-Bepreisung eingeführt, die bis 2030 auf rund 200 Euro pro Tonne ansteigt. Um die Bürger netto nicht zu belasten, wird das Aufkommen in jedem Land pro Kopf gleichmäßig zurückerstattet – in Form eines Ökobonus. Weiterer Kernpunkt: Abbau aller Subventionen für fossile Energien. Die betragen laut IWF weltweit über fünf Billionen US-Dollar jährlich.

Jüngste Berechnungen des Umweltbundesamtes zeigen, dass pro Tonne CO2 rund 195 Euro erhoben werde müssen, um die dadurch verursachten Klima- und Umweltkosten abzudecken – unter anderem durch erhöhte Gesundheitsaufwendungen, Schäden an der Infrastruktur oder Ernteausfälle. Die bisher in Emissionshandelssystemen (etwa EU, Kalifornien, Neuseeland) oder durch CO2-Steuern (zum Beispiel Schweiz, Schweden, Chile) erhobenen Sätze liegen meist deutlich niedriger. Sie müssen entsprechend angepasst werden.

Klimaschutz bedeutet Naturschutz: Programm zur Stabilisierung der Natur

Die Klima- und die Naturschutzkrise sind eng miteinander verwoben. Die Vernichtung von Wäldern und Mooren sowie die industrielle Bewirtschaftung der Agrarböden tragen erheblich zur Freisetzung von Treibhausgasen bei. In den 2020er-Jahren müssen daher die bisher trotz vieler Beschlüsse zum Natur- und Artenschutz immer noch negativen Trends umgekehrt werden. Die UN sollten 2021 das Jahrzehnt der Stabilisierung und Revitalisierung der Natur ausrufen. Stichworte: weltweite Aufforstung im großen Stil, Wiedervernässung von trockengelegten Mooren, Erhöhung des (kohlenstoffhaltigen) Humus-Anteils in den Agrarböden. Das Klimapotenzial solcher Maßnahmen ist groß: Bäume zu pflanzen hat zumindest theoretisch das Potenzial, zwei Drittel der bislang von Menschen verursachten CO2-Emissionen wieder aufzunehmen. Und mit der Erhöhung des Anteils von organischem

Material in landwirtschaftlichen Böden um 0,4 Prozent pro Jahr kann man das derzeitige Wachstum der globalen CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre zum großen Teil kompensieren.

Die Revitalisierung der Natur kostet zwar Geld. Sie bringt aber auch geldwerte und andere Vorteile ein. Intakte Ökosysteme an Land und in den Meeren speichern nämlich nicht nur große Mengen Kohlenstoff. Sie spielen eine entscheidende Rolle für Ernährung und Gesundheit der Menschen sowie für die Industrie und die Landwirtschaft. Sie reinigen die Luft und das Wasser, erhöhen die Bodenfruchtbarkeit und regulieren Schädlinge.

Klimapolitik ab 2021: Strukturelle Veränderung der Lebensmittelindustrie ist nötig.

Zur Not kann man auf vieles verzichten: auf das Auto, das Internet, den Urlaub, aber nicht auf Essen und Trinken. Problem dabei: Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie, die man dafür braucht, tragen heute weltweit bereits zu rund einem Viertel zum Klimawandel bei. Selbst wenn man das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas sofort komplett stoppte, würde die Ernährungsbranche in ihrer heutigen Form alleine die globale Klimaerwärmung bis 2060 über 1,5 Grad treiben und in 100 Jahren über zwei Grad. Das heißt: Es braucht strukturelle Veränderungen, darunter ein Kappen der Lebensmittelverschwendung, einen Stopp der Bodenerosion, mehr Ökolandbau. Und es ist Zeit für einen neuen globalen Speiseplan.

Denn wer was isst, bestimmt den Klimaeffekt. Vor allem der Konsum von Fleisch und Milchprodukten schlägt negativ zu Buche. Fatal ist in diesem Zusammenhang, dass sich die globalen Ernährungsgewohnheiten rasant verändern, besonders in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Der Trend geht von eher knappen, auf Stärke basierenden Mahlzeiten hin zu tierischen Produkten und verarbeiteten Lebensmitteln. Modell sind die Essgewohnheiten in den Industrieländern. Daher muss der neue Speiseplan das zurückdrehen – weniger Fleisch und Milchprodukte, mehr Kartoffeln, Reis, Getreide, Obst, Gemüse, am besten regional produziert, und Fastfood nur in Ausnahmefällen. Aber keine Sorge: Weder müssen sich alle Menschen vegetarisch ernähren noch werden sie Hunger leiden. Und gesünder ist es für viele auch. Denn in den vergangenen Jahrzehnten hat die Zahl derer, die zu viel und das Falsche essen, stark zugenommen. Laut Schätzungen sind zwei der 7,8 Milliarden Menschen auf der Welt übergewichtig, und 650 Millionen davon gelten sogar als fettleibig.

Klimaschutz in Deutschland: Erneuerbare-Energien-Gesetz runderneuern

Deutschland muss wieder Exportweltmeister werden – in der Energiepolitik. Das erste Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) der rot-grünen Bundesregierung von 2000 machte die Bundesrepublik zur Vorreiterin für die Öko-Energien. Das EEG wurde von über 60 Ländern weltweit kopiert. Heute ist unser Strom zu fast 50 Prozent öko. Fünf vermurkste EEG-Novellen der Koalitionen unter Kanzlerin Merkel aber haben das einst so innovative Instrument stumpf gemacht. Selbst mit der jüngsten Neufassung, erst im Dezember beschlossen, sind die deutschen Klimaziele für 2030 nicht zu erreichen.

Also: Es braucht ein ganz neues EEG, das die Stromwende 2.0 bringt – Ziel 100 Prozent Erneuerbare. Stichworte: starke Anhebung der Ausbauziele 2030 für Wind, Solar und nachhaltige Biomasse, Stärkung der zuletzt gestutzten Bürger-Energiewende, Entbürokratisierung, Abschaffung der EEG-Umlage und Finanzierung aus dem Bundeshaushalt. Und: EEG-ähnliche Gesetze müssen auch für die Einspeisung von erneuerbarer Wärme und Kühlung in vorhandene Wärme- und Kältenetze sowie für Öko-Gas in Erdgasnetze verabschiedet werden. Wichtig noch: Die Subventionen für fossile Brenn- und Kraftstoffe, satte 37 Milliarden Euro jährlich, sollten schnellstens heruntergefahren und stattdessen in den Klimaschutz investiert werden.

Internationale Klimapolitik: Viele Green Deals

Das Zauberwort heißt „Green Deal“. Die EU-Kommission plant einen, der künftige US-Präsident Joe Biden auch, Südkorea ebenso, und solche Umbauprogramme für die Wirtschaft braucht es in allen Ländern weltweit. Brüssel machte den Anfang. Kommissionspräsidentin von der Leyen stellte Ende 2019 ein Maßnahmenpaket vor, mit dem Europa als erster Kontinent bis 2050 klimaneutral werden soll. Finanzumfang: eine Billion Euro. Das Geld soll unter anderem drastische Emissionssenkungen ermöglichen, Spitzenforschung und Innovation fördern und den Erhalt der natürlichen Umwelt sichern. Schafft es Biden, seinen „Klimaplan“ aus dem Wahlkampf umzusetzen, stellt er das EU-Paket allerdings in den Schatten. Demnach sollen zwei Billionen Dollar (1,64 Billionen Euro) unter anderem in den ökologischen Umbau der Wirtschaft, Ökoenergien und Gebäudedämmung fließen – und zwar binnen vier Jahren. Ohne eine solche Mobilisierung von Finanzmitteln ist Klimaneutralität nicht zu schaffen. Widerstände aus den Wirtschaftslobbys dagegen müssen überwunden werden.

Notbremse bei der Klimapolitik: Emissionen runter!

Das Sicherheitslimit bei der Erderwärmung beträgt 1,5 Grad. Wird es überschritten, drohen erste Kippelemente des Weltklimas ausgelöst zu werden – und zwar irreversibel. Darunter das komplette Absterben der Korallen sowie das Schmelzen der Eisschilde von Grönland und der Antarktis. Oberhalb von zwei Grad wird es dann ganz finster. Inzwischen sind bereits 1,2 Grad erreicht, Folge von fast 30 Jahren kaum wirksamer internationaler Klimapolitik. Jetzt hilft nur noch die Notbremse: Die globalen Emissionen müssen radikal sinken – laut Weltklimarat IPCC um rund acht Prozent pro Jahr. Sonst gibt es keine Chance mehr, das 1,5-Grad-Limit einzuhalten. Und auch für das Zwei-Grad-Limit muss der Ausstoß von CO2 und Co. ab sofort spürbar zurückgehen.

2021: Idealer Startpunkt für nachhaltige Wende in der Klimapolitik

Das zweite Corona-Jahr, 2021, ist der ideale Startpunkt für die nachhaltige Wende. Bereits 2020 lag der globale CO2-Ausstoß weltweit um etwa sieben Prozent niedriger als 2019, Folge der Lockdowns in vielen Staaten. Einen solch starken Rückgang hat es nicht einmal während der Weltwirtschaftskrise 2008 nach der Lehman-Pleite gegeben. Nun muss jedes Jahr Corona-Jahr sein, aber eben ohne Corona. Denn natürlich will niemand, dass die weiteren CO2-Reduktionen mit solchen Brachial-Methoden erreicht werden wie die Bekämpfung des Virus. Es geht vor allem darum, die Post-Covid-19-Konjunkturprogramme „grün“ auszugestalten anstatt die alten fossilen Strukturen zu konservieren. Weitere Hebel zur Emissionsminderung: konsequente CO2-Bepreisung, Kohleausstieg, Elektromobilität, grüner Wasserstoff als Energie für die Industrie – und neue Wohlstandsmodelle.

Verkehrswende ist Sorgenkind des Klimaschutzes – Kilometersparen muss positiv besetzt werden

Der Verkehrssektor ist das Sorgenkind beim Klimaschutz. Beispiel Deutschland: Kraftwerke, Industrie, Haushalte – alle tragen zum CO2-Sparen bei, nicht so der Verkehr. Seine Emissionen sind zwischen dem Basisjahr 1990 und 2019 praktisch nicht gesunken. Hauptgrund, neben dem Trend zu immer größeren, schwereren und PS-stärkeren Autos: Das Verkehrsvolumen hat kontinuierlich zugenommen. Nötig ist also ein „Kilometer-Sparprogramm für Autos und Lkw“, aufzulegen von der Bundesregierung. Der Trend zum Verkehrswachstum kann gebrochen werden.

Die Förderung von Home-Office, erprobt im Corona-Jahr, entlastet die Pendlerströme. Fußgänger- und Fahrradfahrer-freundliche Städte machen kürzere Autofahrten überflüssig. Ein optimal vernetzter, preiswerter ÖPNV lockt zum Umsteigen. Innovative grüne Logistik-Konzepte, zum Beispiel mit City-Hubs für Pakete und Auslieferung per Lastenfahrrad, können Diesel-Fahrten auf der „letzten Meile“ ersetzen. Energiesparen ist bereits positiv besetzt, künftig auch das Kilometersparen. (Joachim Wille)

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