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Klett will offenbar die Wörterbuchsparte von Langenscheidt übernehmen.

Verlagsbranche

Klett-Gruppe will Teile von Langenscheidt übernehmen

Die Klett-Gruppe will offenbar die Wörterbuchsparte von Konkurrent Langenscheidt übernehmen.

Die jahrelange Konkurrenz zwischen Langenscheidt und dem Klett-Verlag bei Wörterbüchern könnte bald Geschichte sein. Die Klett-Gruppe, die unter anderem die grünfarbenen Pons-Wörterbücher herausgibt, will die Wörterbuch-Sparte von Langenscheidt übernehmen. Entsprechende Übernahmepläne ergeben sich aus einer Übersicht des Bundeskartellamtes zu laufenden Fusionskontrollverfahren.

Danach hat die Stuttgarter Klett-Gruppe Ende Februar den „mittelbaren Erwerb wesentlicher Vermögensteile“ der Langenscheidt GmbH & Co. KG sowie der Langenscheidt Digital GmbH & Co. KG (beide München) angemeldet. Eine Sprecherin der Ernst Klett AG sagte am Sonntag auf Anfrage, es gebe Gespräche zwischen der Verlagstochter Pons und Langenscheidt. Nähere Angaben könnten wegen des laufenden Kartellverfahrens nicht gemacht werden. Zuvor hatte die „Welt am Sonntag“ über die Pläne berichtet.

Dem Vernehmen nach will Klett nicht nur das Wörterbuchgeschäft des Langenscheidt-Verlages erwerben, sondern auch das Sprachlerngeschäft. Langenscheidt ist mit seinen gelb eingebundenen Wörterbüchern bekannt, Pons mit den hellgrünen. Das über 160-jährige Unternehmen Langenscheidt ist nach eigenen Angaben „klarer Marktführer“ bei Sprachwörterbüchern.

Pons sieht sich als einen „der führenden Sprachenverlage in Deutschland“ und gehört zur privat geführten Klett-Gruppe. Diese hat 2017 einen Umsatz von 612 Millionen Euro und einen Vorsteuergewinn von 25,5 Millionen Euro erwirtschaft. Die Gruppe mit mehr als 5000 Beschäftigten war Ende 2017 nach eigenen Angaben in 16 Ländern aktiv. (dpa)

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