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Klatten macht Wind

  • VonBrigitte Scholtes
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Die Unternehmerfamilie Klatten stockt ihren Anteil am Windkraftanlagenbauer Nordex auf. Das ist nicht unklug, denn der Windkraft wird von Experten eine gute Zukunft vorhergesagt.

Der Wind scheint günstiger zu wehen für den Windkraftanlagenbauer Nordex. Zumindest sein Großaktionär, die Unternehmerfamilie Klatten, ist offenbar einigermaßen optimistisch für die Zukunft des Unternehmens. Sie will über ihr Investmentvehikel Ventus Venture Fund ihren Anteil von derzeit 22 auf mehr als 25 Prozent erhöhen. Das Bundeskartellamt prüft diese Pläne derzeit. Diese Ankündigung kommt etwas überraschend, hatte die Klattenfamilie bisher immer darauf verwiesen, dass sie ihren Anteil nicht auf mehr als 25 Prozent ausbauen wolle.

Der Windkraft wird von Branchenexperten eine gute Zukunft vorhergesagt, doch ist die Lage noch zu unsicher. Denn es gibt zwar gute Auftragseingänge, aber bei vielen Projekten ist die Finanzierung nicht gesichert. Das liegt an den Spätfolgen der Finanzkrise. Noch sind zudem die Preise in der Branche nicht auskömmlich genug, die Profitabilität entsprechend gering.

Dass Quandt-Erbin Susanne Klatten nun ihren Nordex-Anteil aufstockt, könnte aber auch darin begründet sein, dass sie vielleicht plant, ihre Beteiligungen strategisch zusammenzuführen. Schließlich ist sie auch an BMW und an SGL Carbon beteiligt. Beide kooperieren in einem Projekt mit dem Leichtbau-Werkstoff Carbon. Dieser wiederum kann auch für Rotorblätter eingesetzt werden. Und da könnte sich auch Nordex als Kunde anbieten. Wenn das lohnend erscheint, könnte die Klattenfamilie ihren Anteil an Nordex sogar auf mehr als 30 Prozent ausweiten. Dann aber müsste sie den anderen Aktionären ein Übernahmeangebot machen.

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