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Kindergeld wird 2023 erhöht: Was Eltern jetzt wissen müssen

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Von: Sarah Neumeyer, Alina Schröder

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Ab 2023 soll es mehr Kindergeld geben und auch der Kinderfreibetrag wird erhöht. Alle Informationen für Eltern im Überblick.

Update vom Donnerstag, 10. November, 15.20 Uhr: Am Donnerstag (10. November) hat der Bundestag über das neue Inflationsausgleichsgesetz beraten und diesem letztendlich zugestimmt. Das Gesetz sieht vor allem die Erhöhung des Kindergelds auf 250 Euro pro Kind vor. Ebenfalls angehoben wird der Kinderfreibetrag um 404 Euro auf 6024 Euro, von dem besonders Bezieherinnen und Bezieher höherer Einkommen profitieren.

Update vom Mittwoch, 9. November, 12.30 Uhr: Familien können sich im kommenden Jahr auf mehr Kindergeld einstellen. Die Ampel-Fraktionen einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch (9. November) darauf, die staatliche Unterstützung zum 1. Januar 2023 einheitlich auf 250 Euro monatlich zu erhöhen. Das wären für die ersten beiden Kinder 31 Euro mehr als bisher. Der Bundestag soll bereits am Donnerstag (10. November) über die neue Summe abstimmen.

Das dritte Entlastungspaket der Bundesregierung soll Familien stärker entlasten.
Das dritte Entlastungspaket der Bundesregierung soll Familien stärker entlasten. © Ute Grabowsky/Imago

Bisher war zwar auch schon geplant, das Kindergeld wegen der hohen Inflation und der Energiekrise anzuheben. Doch war nur eine Erhöhung auf 237 Euro für die ersten drei Kinder vorgesehen. „Die Ampel legt bei der Entlastung von Familien noch eine Schippe drauf“, sagte SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich. Besonders für Familien mit kleinen und mittleren Einkommen bedeute das eine wichtige zusätzliche monatliche Entlastung. FDP-Fraktionsvize Christoph Meyer erklärte: „Das ist die größte Erhöhung des Kindergelds in der Geschichte der Bundesrepublik.“

Kindergeld-Erhöhung ist Teil des dritten Entlastungspakets

Erstmeldung vom Sonntag, 4. September, 14:51 Uhr: Frankfurt – Die Ampel-Koalition hat sich auf ein drittes Entlastungspaket geeinigt. Insbesondere Familien mit Kindern sollen von den Maßnahmen profitieren. Aber auch Renten-Beziehende und Geringverdienende sollen stärker entlastet werden: Unter anderem bekommen Rentnerinnen und Rentner eine Einmalzahlung und der Wohngeld-Anspruch wird ausgeweitet.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die geplanten Maßnahmen am Sonntag (4. September) vorgestellt. Insgesamt 65 Milliarden Euro umfasst das neue Entlastungspaket. Wie bereits zuvor angekündigt, soll das Kindergeld erhöht werden: Der Betrag soll um 18 Euro monatlich für das erste, zweite und dritte Kind steigen. Auch der Höchstbetrag für den Kinderzuschlag wird angehoben.

Zunächst war dies nur für zwei Kinder vorgesehen. Aufgrund der heftigen Kritik steuerte die Ampel-Regierung nochmal nach. „Das Kindergeld für das dritte Kind wird gleichgezogen, also auf dasselbe Niveau erhöht wie das Kindergeld für die ersten beiden Kinder“, sagte die Grünen-Politikerin Lisa Paus. „Das heißt, dass es für das erste, zweite und dritte Kind je 237 Euro monatlich geben wird.“

Drittes Entlastungspaket: Kindergeld erhöht – So viel mehr Geld bekommen Familien

Mit der Erhöhung des Kindergeldes, dem Kinderzuschlag und weiteren Maßnahmen solle sichergestellt werden, dass Geringverdienende ein „Grundeinkommen oberhalb der Grundsicherungsleistungen“ haben, erklärte Scholz bei der Pressekonferenz am 4. September.

Für Familien bedeutet die Erhöhung des Kindergelds eine zusätzliche Zahlung von insgesamt mehreren hundert Euro pro Jahr.

Familie mit einem Kind216 Euro mehr Kindergeld pro Jahr
Familie mit zwei Kindern432 Euro mehr Kindergeld pro Jahr
Familie mit drei Kindern576 Euro mehr Kindergeld pro Jahr

Kinderzuschlag wird erneut erhöht: Von 229 Euro auf 250 Euro monatlich

Zudem wird der Höchstbetrag für den Kinderzuschlag erhöht. Dieser unterstützt zielgerichtet Familien mit niedrigen Einkommen, heißt es im Beschlusspapier der Ampel-Koalition. Zum 1. Juli 2022 wurde der Höchstbetrag bereits auf 229 Euro monatlich für jedes Kind angehoben. Mit dem dritten Entlastungspaket hat die Regierung nun eine Erhöhung des Höchstbetrags auf 250 Euro monatlich beschlossen. Bedürftige Familien können demnach monatlich bis zu 21 Euro mehr pro Kind erhalten.

Alle Maßnahmen des dritten Entlastungspakets im Überblick.

Kindergeld und Kinderzuschlag erhöht: Ab wann wird der höhere Betrag ausgezahlt?

Die Kindergeld-Erhöhung erfolgt zum 1. Januar 2023 und gilt für die Jahre 2023 und 2024. Familien bekommen ab Januar 2023 demnach jeweils 18 Euro mehr für das erste und zweite Kind ausgezahlt. Für das dritte gibt es monatlich 12 Euro mehr. „Angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten ist dies gerade für Familien mit niedrigem Haushaltseinkommen wichtig“, heißt es im Beschlusspapier der Bundesregierung.

Der Höchstbetrag des Kinderzuschlags gilt ebenfalls ab dem 1. Januar 2023. Dies gilt bis zur Einführung der Kindergrundsicherung, so das Beschlusspapier des Entlastungspakets. Doch nicht alle Familien mit kleinem Einkommen haben auch Anspruch auf den Kinderzuschlag, laut der Bundesagentur für Arbeit, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Im zweiten Entlastungspaket hatte die Bundesregierung einen Kinderbonus von 100 Euro pro Kind beschlossen. Dieser wurde bereits ausgezahlt. (sne/asc)

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