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Führung

Kick it like Jogi

  • Gerlinde Manz-Christ
    vonGerlinde Manz-Christ
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Was Chefs von der Nationalelf lernen können

Fußball ist mehr als Sport. Wenn in Frankreich derzeit immer wieder 22 Männer 90 Minuten und länger einem Ball hinterherjagen, dann ist das gleichzeitig Politik, Wirtschaft und – Sie ahnen es bereits – Diplomatie. Ohne letztere würde auch auf dem Rasen nichts laufen. Glauben Sie nicht? Dabei fängt die Kunst der Diplomatie schon bei Nationalelf an. Unter dem Bundesadler vereint sich eine Wertegemeinschaft, die kulturell wie religiös ein Sinnbild der Vielfalt ist.

Was sie eint, ist das Ziel: erfolgreich  sein. Zuwanderung und Integration machen das Team seit Jahrzehnten stark. In der Unterschiedlichkeit der einzelnen Spieler liegt die Kraft der Mannschaft. Und so, wie Trainer Joachim Löw dies zu nutzen weiß, können auch Führungskräfte in Firmen von der Heterogenität der Mitarbeiter profitieren.

Bei der Fußball-EM 2016 ist völlig klar: Das Team ist der Star, der Trainer lediglich sein Manager. In der Wirtschaft fürchten jedoch einige Führungskräfte, dass ihr Nimbus als Leader verblassen könnte, wenn partizipative und kooperative Strukturen Fuß fassen. Das mag damit zusammenhängen, dass mit enormer Machtfülle ausgestattete Wirtschaftsführer wie der verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs oder Ikea-Gründer Ingvar Kamprad, im Vergleich zu autokratischen Politikern noch immer eher bewundert als kritisch beäugt werden.

Dabei macht es keinen Sinn, die Teamorientierung mit Füßen zu treten. Der allwissende, einsam entscheidende Chef hat auch abseits des Rasens ausgedient. Wer mit seiner Belegschaft Tore schießen will, tut gut daran, die Stärken des Einzelnen aufgabengerecht zu nutzen und die Eigenverantwortung zu fördern.

Um Herausforderungen zu meistern, ob auf dem Rasen oder im Wirtschaftsleben, braucht es die Kraft des gesamten Teams und seiner individuellen Stärken, keine Einzeldarsteller. Solche Führung basiert nicht mehr auf Selbstüberhebung, sondern auf Selbstreflexion. Und diese mündet im Idealfall in eine gemeinsame Reflexion im Team, die oft bessere Lösungen hervorbringt als ein einsamer Vordenker.

Dafür gilt es, das nötige Umfeld zu schaffen und zu erhalten. Das fängt beim Umgang miteinander an und setzt sich bei gemeinsamen Events außerhalb des Arbeitsalltags fort. Der DFB hat es bei der WM 2014 vorgemacht. Machen Sie es doch einfach nach!

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