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Wir Umweltfreunde leisten uns bis zu 40 Prozent "Fehlwürfe" - so wird das falsche Sortieren von Müll offiziell genannt.

Recycling

Kein Kreislauf

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Die meisten Deutschen glauben, dass das gesammelte Plastik recycelt wird. Irrtum! Unser Kommentar.

Wir Deutsche sind umweltbewusst. Na klar. Das glauben wir tatsächlich. Dabei haben wir seit fast zehn Jahren unsere CO2-Emissionen nicht gesenkt, und im Verpackungsmüll-Produzieren sind wir sogar Negativ-Europameister – mit mehr als 220 Kilogramm pro Kopf und Jahr.

Aber wenigstens das Mülltrennen beherrschen wir. Noch so ein Irrtum. Bis zu 40 Prozent „Fehlwürfe“ leisten wir uns, wenn wir die Abfallfraktionen in die jeweilige Tonne oder den Sack schmeißen. Damit nicht genug. Mit dem Recycling steht es auch nicht zum Besten. Das haben die Grünen jetzt für den Plastikabfall aufgezeigt, der aus Haushalten und Gewerbe stammt.

Die meisten glauben natürlich: Das gesammelte Plastik wird recycelt – wieso sollte man es sonst extra sammeln. Doch das ist schon nach offiziellen Angaben bei über 60 Prozent nicht der Fall. Sie werden verbrannt statt zu neuen Produkten verarbeitet. Doch tatsächlich liegt die Recyclingquote nicht bei 38 Prozent, wie die Bundesregierung angibt, sondern wohl noch weit niedriger. Ein Teil des Plastikmülls wird erst gar nicht in die Kalkulation aufgenommen, ein anderer exportiert, ohne dass genau kontrolliert wird, was damit geschieht. Sicher nachgewiesen ist das Recycling laut der Grünen-Rechnung nur bei 17 Prozent der Abfälle.

Das zeigt: Von der vielbeschworenen Kreislaufwirtschaft, die 1991 mit der Einführung des „Grünen Punktes“ beginnen sollte, sind wir immer noch weit entfernt. Wir Umweltfreunde.

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