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Models präsentieren die Moncler-Kollektion auf der Fashion Week in Mailand. 

Übernahme von Luxusunternehmen

Kampf im Luxussegment

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Die Gucci-Mutter Kering will den edlen Jackenhersteller Moncler kaufen. Der Luxusmarkt ist in großer Bewegung

In den Nobel-Einkaufsstraßen kommt einiges in Bewegung. Gerade erst hat LVMH die Übernahme von Tiffany angekündigt, jetzt buhlt die Gucci-Mutter Kering um den Daunenjacken-Hersteller Moncler. Die Bestätigung dafür kam am Donnerstagabend. Moncler-Chef Remo Ruffini ließ mitteilen, dass es „Kontakte und Interaktionen“ mit Investoren und anderen Akteuren aus der Branche gebe – inklusive der Kering Group. Es gehe darum, strategische Möglichkeiten auszuloten, um die erfolgreiche Entwicklung von Moncler fortzuführen.

Eine Übernahme von Moncler durch die französische Gucci-Mutter wäre der zweite Megadeal in der Luxusbranche in kurzer Zeit und zugleich eine Reaktion auf die erste Großakquisition. Anfang voriger Woche hatte Branchenprimus LVMH den Erwerb des US-Edeljuweliers Tiffany für rund 14,6 Milliarden Euro bekannt gegeben – die teuerste Übernahme aller Zeiten in der Luxusbranche. Ein Moncler-Kauf dürfte nur wenig darunter liegen, das italienische Unternehmen ist aktuell an der Börse rund elf Milliarden Euro wert. Kering-Chef Francois-Henri Pinault wird aber nur zuschlagen können, wenn er noch mindestens eine Milliarde drauflegt.

Pinault und der LVMH-Chef Barnard Arnault wetteifern in Frankreich um Macht, Prestige und Einfluss. Allerdings liegt LVMH mit seinen 75 Marken (unter anderem Moët & Chandon und Christian Dior) deutlich vor Kering. Mit der Übernahme von Tiffany wird der Abstand noch größer werden.

Dass sich Pinault ausgerechnet den italienischen Daunenjacken-Hersteller als Übernahmeziel ausgeguckt hat, ist kein Zufall. Moncler gilt, was die Geschäftszahlen angeht, als ein Star der Luxusbranche. Die Aktie ist in diesem Jahr um fast 50 Prozent geklettert. Der Kurs hat sich seit dem Börsengang 2013 vervierfacht. Das hat vor allem mit den hohen Renditen zu tun: Der operative Gewinn im Verhältnis zum Umsatz liegt aktuell bei knapp 29 Prozent. Das wird in der Welt der kostspieligen Konsumprodukte nur noch von Hérmes überboten.

Moncler ist in allen Metropolen Europas mit eigenen Läden vertreten. Die Italiener betreiben aber auch in 49 chinesischen Großstädten sogenannte Flagship-Stores. Das Geschäft in der Volksrepublik hat maßgeblich zur Erfolgsgeschichte beigetragen.

Übernahmeziel Burberry

Vater des Erfolgs ist Remo Ruffini. Er hat 2003 die damals französische Firma gekauft, die solide, aber unauffällige Outdoor-Bekleidung verkaufte. Er baute Moncler zu einer Luxusmarke um. Die Daunenjacken und -mäntel gibt es heute ab gut 800 Euro aufwärts. Sie sind ein internationales Statussymbol geworden. Ruffini ist mit 22,5 Prozent noch immer der größte Aktionär von Moncler. Von ihm wird es wesentlich abhängen, ob der Deal zustande kommt. Laut Finanznachrichtenagentur Bloomberg soll er bereit sein zu verkaufen, wenn der Preis stimmt.

Für Moncler würde sich durch eine Übernahme insbesondere die Möglichkeit ergeben, das Sortiment zu erweitern, das bislang sehr stark auf Daunensachen fixiert ist. Kering könnte sich einen Milliardendeal leisten, hätte damit dann aber einen Großteil seiner Finanzkraft für große Übernahmen aufgebraucht.

Analysten vermuten indes, dass die neue LVMH-Dominanz weitere Nobelmarken zu Übernahmekandidaten machen wird. Zu allererst wird Burberry genannt. Die Briten haben gerade eine Umstrukturierung hinter sich, und es gibt dort keinen Großanteilseigner, der überzeugt werden müsste.

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