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Kali-Konzern Potash droht Zerschlagung

Der kanadische Kali-Konzern Potash muss um seinen Fortbestand fürchten. Analysten rechnen damit, dass BHP Billiton nach einer erfolgreichen Übernahme große Teile der Firma abspaltet und gleich weiterverkauft. Neben Kali mischt Potash auch bei Phosphat und Stickstoff mit.

New York. Der kanadische Kali-Konzern Potash muss um seinen Fortbestand fürchten. Analysten rechnen damit, dass BHP Billiton nach einer erfolgreichen Übernahme große Teile der Firma abspaltet und gleich weiterverkauft. Neben Kali mischt Potash auch bei Phosphat und Stickstoff mit.

Der Chef des kanadischen Agrarkonzerns Agrium hob am Montag bereits die Hand. «Wenn diese Geschäfte für einen Preis auf den Markt kommen, der für Agrium Sinn macht, würden wir uns das natürlich anschauen», sagte Mike Wilson der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg.

Die Potash-Produkte werden zur Düngemittel-Herstellung eingesetzt. Die Nachfrage aus der Landwirtschaft dürfte angesichts des Bevölkerungswachstums in den kommenden Jahren kräftig steigen.

Sein Unternehmen sei an jedweden Agrargeschäften interessiert, sagte Wilson. «Wir sind an ihrem Stickstoff interessiert, wir sind an ihrem Phoasphat interessiert und wir würden auch ihr Kali gerne nehmen, wenn sie einige Teile abspalten wollten.»

BHP Billiton will Potash feindlich übernehmen. Dafür bietet der Konzern derzeit 130 US-Dollar je Aktie - das entspricht einem Gesamtpreis von knapp 39 Milliarden Dollar. Potash wies das Gebot als viel zu niedrig zurück und rief seine Aktionäre auf, nicht auf die BHP-Offerte einzugehen.

Potash selbst bemüht sich um einen «Weißen Ritter» - einen anderen Investor, mit dessen Hilfe das Unternehmen die Übernahme durch BHP abwehren oder zumindest den Preis deutlich nach oben treiben könnte. Spekuliert wird unter anderem über ein Interesse von chinesischen Staatsunternehmen. Bislang hat sich aber noch kein Interessent öffentlich aus der Deckung gewagt.

Analysten erwarten, dass BHP sein Angebot aufstocken muss, um zum Zuge zu kommen. Die Potash-Aktie notierte am Freitag bei knapp 148 Dollar. In dem Pokerspiel hielt sich BHP zuletzt bedeckt und warnte das Potash-Management, nicht zu überreizen. Man werde das Unternehmen nicht um jeden Preis kaufen, erklärte der Bergbaukonzern.

Mit der Potash-Übernahme will BHP Billiton sein Geschäft verbreitern, das bis jetzt vor allem auf Metalle und Kohle fußt. Als weltweit erster Bergbaukonzern ist BHP bereits in die Ölförderung eingestiegen. Der Konzern baut seit kurzem auch Kali ab und würde mit dem Potash-Kauf auf einen Schlag zum Weltmarktführer. In Deutschland ist die Kasseler K+S im dem Bereich aktiv. (dpa)

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