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Aufschwung

Junge profitieren

Hessische Jobvermittler freuen sich über weniger Arbeitslose. Doch Menschen über 50 Jahre stellen Vermittler vor Probleme.

Von Maurice Farrouh

Der Aufschwung nimmt kein Ende. Auch in Hessen sind die Arbeitslosenzahlen im Mai erwartungsgemäß weiter gesunken. Nahezu alle Städte und Kreise freuen sich über weniger Jobsuchende. Allerdings kommt der Aufschwung nicht bei allen an.

Bislang profitieren besonders die Jüngeren von dem Boom. Bei den unter 25-Jährigen sank die Zahl der Arbeitslosen in Hessen auf 16200 – ein Rückgang um 4,6 Prozent zum April und 13,3 Prozent zum Vorjahr. Damit liegt die Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen mit fünf Prozent deutlich unter dem Durchschnitt von 5,8 Prozent. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen stieg im Jahresvergleich um 17,9 Prozent.

Wie schwer es ältere Arbeitslose haben, zeigen dagegen die Zahlen der Arbeitsagentur Frankfurt. Dort ging in allen Altersgruppen bis 50 Jahre die Zahl der Arbeitslosen deutlich zurück – bei den 15- bis 25-Jährigen um fast elf Prozent. Allein bei den Jobsuchenden über 50 Jahre stieg sie um 1,6 Prozent. „Bei den Älteren haben wir zunehmend ein Problem“, sagte Agenturchef Karl-Heinz Huth. Gerade wenn lange Arbeitslosigkeit oder eine veraltete oder gar fehlende Berufsausbildung hinzukämen, sei die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt sehr oft schwierig.

Weiter auf gutem Niveau

Insgesamt ist die Stimmung bei den hessischen Arbeitsagenturen gut. „Wir befinden uns weiter auf einem überaus guten Niveau“, sagte der Leiter der Arbeitsagentur Frankfurt, Karl Heinz Huth, der Frankfurter Rundschau. Mit rund 41300 registrierten Jobsuchenden hatte Frankfurt zuletzt eine Arbeitslosenquote von 6,1 Prozent – ganze fünf Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Ähnlich sieht es in Hessen insgesamt aus. Im Vergleich zum April schrumpfte die Zahl der Arbeitslosen um 2,8 Prozent auf rund 182270 Frauen und Männer. Noch deutlicher fällt die Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr aus: Gegenüber Mai 2010 beträgt das Minus achteinhalb Prozent, wie die Regionaldirektion in Frankfurt mitteilte.

Bei der hessischen Arbeitslosenquote – 5,8 Prozent nach sechs Prozent im April und 6,4 Prozent vor einem Jahr – gibt es starke regionale Schwankungen. Am höchsten ist sie in Offenbach (11,1 Prozent), am niedrigsten im Landkreis Fulda (3,9 Prozent).

Saisonbereinigt bleibt die Zahl der Arbeitslosen zum Vormonat indessen unverändert. „Die Dynamik beim Abbau der Arbeitslosenzahlen hat nachgelassen“, sagte Peter Weißler, Geschäftsführer Arbeitslosenversicherung der Regionaldirektion Hessen. Auch für die kommenden Monate rechnet Weißler mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit. Das Tempo werde allerdings nachlassen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte, dass auch Ältere von der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt profitieren müssten. Die guten Zahlen dürften zudem nicht über Probleme hinwegtäuschen, die es auch bei den jungen Arbeitslosen gebe, erklärte der DGB-Chef von Hessen-Thüringen, Stefan Körzell. Mit 14788 unbesetzten Lehrstellen und 17237 noch suchenden Bewerbern seien immer noch 2449 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz. Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände VhU zählt mit 84000 offenen Stellen rund doppelt so viele Gesuche wie die Arbeitsagenturen. VhU- Chef Volker Fasbender, fordert eine „Aktivierungsoffensive“ der Arbeitsagenturen und Jobcenter, um mehr Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen.

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