Arbeitswelt

Junge lassen Arbeitspausen sausen

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Fast ein Drittel der Beschäftigten in Deutschland nimmt keine Pause während der Arbeit. Die Linke kritisiert, dass Arbeitgeber ihre Pflichten ignorieren würden.

Bei 28 Prozent der Beschäftigten in Deutschland fallen regelmäßig Arbeitspausen aus. Bei jüngeren Beschäftigten zwischen 15 und 29 Jahren liegt der Anteil mit 31 Prozent noch etwas höher. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die der FR vorliegt. Das Ministerium verweist in diesem Zusammenhang auf Daten aus der „Arbeitszeitbefragung 2017“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Als Grund für den Ausfall hätten 63 Prozent der Beschäftigten zuletzt „zu viel Arbeit“ sowie „Pause passt nicht in den Arbeitsablauf“ angegeben. 26 Prozent gaben an: „Möchte keine Pause machen“. 14 Prozent verzichteten auf Pausen, „um früher Feierabend zu haben“. 24 Prozent nannten sonstige Gründe. Unter Verweis auf Daten aus dem Jahr 2015 erklärt das Arbeitsministerium, dass Beschäftigte im Gastgewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen am häufigsten von einem Pausenausfall betroffen seien.

Die Linksfraktion sieht erhebliche Defizite aufseiten der Arbeitgeber. „Die Zahlen sind alarmierend. Viele Arbeitgeber ignorieren offensichtlich ihre gesetzlichen Schutz- und Sorgfaltspflichten und nehmen damit Gesundheitsgefährdungen ihrer Beschäftigten in Kauf“, sagte die Linken-Bundestagsabgeordnete Jessica Tatti. „Zeitdruck, Arbeitsverdichtung und Leistungsstress sind zu einem massiven Problem in der Arbeitswelt geworden. Wenn Beschäftigte die Arbeit in ihrer Arbeitszeit nicht schaffen, dann muss mehr Personal eingestellt werden.“ Insbesondere im Erziehungs- und Pflegebereich würden viele bereits seit Jahren am Limit arbeiten.

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