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JPMorgan Chase hat sich verspekuliert.

Investmentbank JPMorgan Chase

JPMorgan verzockt bis zu fünf Milliarden Dollar

Drei Milliarden US-Dollar mehr als zunächst vermutet hat die Investmentbank JPMorgan Chase in den Sand gesetzt. Bankchef Jamie Dimon muss die Fehlspekulationen im Senat erklären

Die Spekulationsverluste bei der US-Großbank JPMorgan könnten einem Bericht zufolge auf fünf Milliarden Dollar steigen. Diese Zahl sei JPMorgan-Chef Jamie Dimon am 30. April als möglicher Maximalverlust aus fehlgeschlagenen Wetten auf den Kreditmarkt genannt worden, heißt es in einem Online-Bericht des „Wall Street Journal“ am Freitag unter Berufung auf Konzernkreise. Das wäre deutlich mehr als Dimon zuletzt eingeräumt hatte. Die Bank wollte den Bericht nicht kommentieren.

Nach dem Verlust durch Fehlspekulationen bei JPMorgan Chase soll sich der Chef der US-Großbank, Jamie Dimon, im US-Senat erklären. Ohne ein Datum zu nennen, teilte der Vorsitzende des Bankenausschusses, der demokratische Senator Tim Johnson, am Donnerstag mit, Dimon solle in das Gremium eingeladen werden. Nach seinen Angaben soll sich der Ausschuss am 22. Mai und am 6. Juni mit dem Fall befassen. Dimon soll demnach in einer dritten Sitzung Rede und Antwort stehen.

JPMorgan Chase hatte vergangene Woche eingeräumt, durch Fehlspekulationen mit Kreditausfallversicherungen einen Verlust von rund zwei Milliarden Dollar (mehr als 1,5 Milliarden Euro) erlitten zu haben. Die US-Tageszeitung „New York Times“ berichtete zudem am Donnerstag von einem weiteren Spekulationsverlust im Umfang von einer Milliarde Dollar. Laut Medienberichten vom Dienstag leitete das US-Justizministerium Ermittlungen gegen das Bankhaus ein. (afp/dpa)

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