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Amazon gegen die USA: Jeff Bezos legt sich mit Joe Biden an – der kontert

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Von: Sonja Thomaser

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Joe Biden, Präsident der USA.
Joe Biden, Präsident der USA. © Andrew Harnik/AP/dpa

Gewerkschaftsgründungen und Sozialpakete, davon hält Amazon-Gründer und Milliardär Jeff Bezos nicht sehr viel. Nun kritisiert er deshalb US-Präsident Joe Biden.

Washington - Das Weiße Haus hat Kritik von Amazon-Gründer Jeff Bezos an der Wirtschaftspolitik von US-Präsident Joe Biden scharf zurückgewiesen. „Es bedarf keiner großen Überlegung, um herauszufinden, warum einer der reichsten Menschen der Welt gegen eine Wirtschaftsagenda für die Mittelschicht ist“, sagte der stellvertretende Pressesprecher Andrew Bates am Montag.

Die Kritik des Milliardärs an Biden sei „auch nicht überraschend, nachdem der Präsident sich mit Gewerkschaftsorganisatoren, einschließlich Amazon-Mitarbeitern, getroffen hat“, fügte er hinzu.

Biden empfängt ersten Amazon-Gewerkschaftsführer Christian Smalls

Biden hatte zuvor den Anführer der ersten Gewerkschaft im Amazon-Konzern, Christian Smalls, im Weißen Haus empfangen. Smalls hatte im April einen großen Sieg gegen Bezos eingefahren, als die Mitarbeiter:innen eines Amazon-Lagerhauses in den USA erstmals für die Gründung einer Gewerkschaftsvertretung stimmten. Bei einer Abstimmung im New Yorker Bezirk Staten Island sprach sich eine Mehrheit der Beschäftigten für die Gründung der ersten Gewerkschaftsvertretung bei Amazon aus. Laut Auszählungen stimmten 2654 dafür; 2131 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stimmten dagegen.

Jeff Bezos
US-Milliardär Jeff Bezos. © Cliff Owen/AP/dpa

Das Weiße Haus veröffentlichte ein Video des Treffens, wobei Smalls eine Jacke mit der Aufschrift „Eat the rich“ („Fresst die Reichen“) trug. „Du bist ein Unruhestifter“, sagte Biden. „Ich mag dich, du bist meine Art von Unruhe“, fügte er hinzu und umarmte den Arbeiterführer.

Bezos kritisiert Biden wegen Sozialpaket

Kurz darauf hatte Bezos Biden in mehreren Beiträgen auf Twitter kritisiert. So hatte er dem Präsidenten vorgeworfen, durch die Erhöhung von Unternehmenssteuern von der hohen Inflation „ablenken“ zu wollen. Er warf Biden auch vor, durch sein Sozialpaket „mit aller Kraft noch mehr Anreize in eine bereits überhitzte, inflationäre Wirtschaft zu bringen.“

Amazon ist in den USA der zweitgrößte Arbeitgeber. Der Online-Riese hat bisher verhindert, dass sich Logistikzentren gewerkschaftlich organisieren. Zum einen durch die Zahlung höherer Löhne sowie Boni in Zeiten des Arbeitskräftemangels, aber auch durch öffentliche Kritik an der Arbeit von Gewerkschaften. (sot/afp)

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